Im April dieses Jahres sind laut Regierung bereits 13.000 zusätzliche Ärzte über das Programm "Mais Médicos" im Einsatz. / Copyright: Wikimedia Commons, Marcello Casal Jr./ABr
Im April dieses Jahres sind laut Regierung bereits 13.000 zusätzliche Ärzte über das Programm "Mais Médicos" im Einsatz. / Copyright: Wikimedia Commons, Marcello Casal Jr./ABr

Im April dieses Jahres sind laut Regierung bereits 13.000 zusätzliche Ärzte über das Programm „Mais Médicos“ im Einsatz. / Copyright: Wikimedia Commons, Marcello Casal Jr./ABr

Die Sorge der brasilianischen Gesellschaft um den Gesundheitssektor – einer der Schwerpunkt von Präsidentin Dilma Rousseff – ist gesunken. Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts Datafolha sank die Zahl der Brasilianer mit Bedenken um elf Prozentpunkte auf einen Wert von 34 Prozent. Allerdings rangiert die Sorge um den Gesundheitssektor damit immer noch ganz oben auf der Liste. Im Februar bei der vorherigen Untersuchung lag der Wert noch bei 45 Prozent. Während der Protestwelle im Juni 2013 erreichte der Index einen Wert von 48 Prozent, der höchste in der Geschichte der Untersuchungen von Datafolha.

Die Regierung Rousseff hat zum Beispiel als eine Priorität das Programm „Mais Médicos“ (Mehr Ärzte) ins Leben gerufen mit dem Ziel, mehr Ärzte für das Land zu verpflichten, vor allem aus dem Ausland, damit diese im Inland Brasiliens den Bedarf decken. Das Programm wurde einen Monat nach den Protesten von der Regierung angestoßen und bereits im Oktober vom Nationalkongress beschlossen. Jetzt gilt es als das wichtigste Argument im Wahlkampf für Dilma Rousseff und auch für den voraussichtlichen Kandidaten für die Landesregierung von Sao Paulo Alexandre Padilha, zur Zeit der Aufsetzung des Programms noch Gesundheitsminister. In einem kürzlich veröffentlichen Artikel erklärt der aktuelle Gesundheitsminister Arthur Chioro, dass Brasilien im April diesen Jahres das Ziel von 13.000 zusätzlichen Ärzten in den Einrichtungen zur gesundheitlichen Grundversorgung erreicht.

Proteste Anfang April zeigten außerdem, dass das zweite große Problem der brasilianischen Gesellschaft, die öffentliche Sicherheit, immer noch drängend ist. 20 Prozent der Brasilianer gaben in der Umfrage an, dass die öffentliche Sicherheit für sie ein großes Problem ist. Nachfolgend kommen Korruption (13 Prozent), Bildung (11 Prozent), Arbeitslosigkeit (5 Prozent) und Hungersnot (3 Prozent). (ls)