Die Ministerin für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung, Tereza Campello, spricht über die Erfolge des Sozialprogramms „Brasilien ohne Elend“ / Copyright: Agência Brasil

Die Ministerin für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung, Tereza Campelo, spricht über die Erfolge des Sozialprogramms „Brasilien ohne Elend“ / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Ministerin für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung, Tereza Campelo, gab gestern (30.10.) bei der nationalen Bischofskonferenz in Brasilien (Conferência Nacional dos Bispos do Brasil) bekannt, dass das Sozialprogramm „Brasilien ohne Elend“ (Plano Brasil Sem Miséria) die soziale Ungleichheit bereits reduziert habe.

Laut ihren Angaben würde die extreme Armut in Brasilien immer weiter zurückgehen. So hätte man bereits seit einigen Jahren das Millenniumsziel erreicht, die Armut um die Hälfte zu senken. Dieses Ziel wurde von den Vereinten Nationen gemeinsam mit den Ländern aufgestellt, die ein Abkommen zur Bekämpfung sozialer Probleme unterzeichnet hatten. Ursprünglich wurde eingeschätzt, dass Brasilien bis zum Jahr 2015 die Ziele erreicht, allerdings konnte die Armut bereits 2006 um die Hälfte gesenkt werden.

„Der öffentliche Dienst muss vom Staat neu organisiert werden, damit wir auch die Bevölkerung in extremer Armut erreichen“, so Campelo. Laut der Ministerin solle die Regierung dieser Bevölkerungsgruppe besonders intensiv nachgehen, damit sie über ihre Rechte und Möglichkeiten aufgeklärt werden.

Das Sozialhilfeprogramm „Brasilien ohne Elend“ wurde vor 1,5 Jahren ins Leben gerufen, um den Menschen in extremer Armut zu helfen. Derzeit befinden sich 16 Millionen Menschen in dieser Bevölkerungsgruppe. 60 Prozent davon stammen aus dem Nordosten Brasiliens, die Mehrheit ist unter 15 Jahren, so zeigten Daten des Ministeriums für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung. Der Fokus des Programms liegt darauf, dieser Bevölkerung Einkommen zu gewährleisten, den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen zu ermöglichen und die Integration zu stärken. (ds)