In Rio de Janeiro sorgen Drogenhändler für Unsicherheit in Wohnblocks des Programms Mina Casa, Minha Vida. / Copyright: Wikimedia Commons, Artyominc

Die Bewohner eines Wohnkomplexes in Guadalupe im Norden von Rio de Janeiro fühlen sich nicht mehr sicher, seitdem sich bewaffnete Männer und Drogenhändler in der Anlage aufhalten. Die Wohnungen wurden über das Bundesprogramm Minha Casa, Minha Vida (Mein Haus, mein Leben) gebaut. Rund 40 Familien haben das Gemeindesekretariat für Wohnangelegenheiten um Hilfe gebeten. Sie wohnen seit einem Monat in der Anlage.

Der Fall liegt nun beim Städteministerium und der Bundesbank Caixa Econômico, die über die Verträge des Programms entscheiden. Das Städteministerium prüft nach eigenen Angaben derzeit verschiedene Möglichkeiten, um das Sicherheitsproblem zu lösen. Das Ergebnis soll dann als Vorgabe für ganz Brasilien gelten. Im vergangenen November, vor Abschluss der Bauarbeiten, drangen Familien aus der benachbarten Favela in die Apartments ein, doch die Militärpolizei konnte die Besetzer nach einigen Tagen wieder vom Gelände vertreiben.

Da durch die Präsenz der Drogenhändler die Rechte für die Bewohner verletzt werden, bat das Gemeindesekretariat für Wohnangelegenheiten die Bundesbank und das Städteministerium um die zeitweise Aufhebung der Wohnverträge, bis wieder Ordnung in der Anlage durch die Sicherheitskräfte hergestellt ist. Laut dem Sekretariat gab es bereits ähnliche Probleme in anderen Wohnanlagen in der Stadt.

Der Gouverneur von Rio de Janeiro, Luiz Fernando Pezão, sagte, er werde das Tun der Drogenhändler in den Wohnanlagen nicht tolerieren und mit harten Maßnahmen dagegen vorgehen zusammen mit der Justizministerium und der Bundespolizei. (ls)

Quelle: Agência Brasil