Haushalte mit höherem Monatseinkommen machen sich weniger Sorgen. / Copyright: Wikimedia Commons, OS2Warp

Die Anzahl der verschuldeten Haushalte in São Paulo ist zwischen August und September fast gleich geblieben, allerdings hat sich die Zahl derer erhöht, die Angst davor haben, bald nicht mehr ihre Rechnungen bezahlen zu können. Die Zahlen wurden vom Handelsverband für Güter, Dienstleistungen und Tourismus im Bundesstaat São Paulo (FecomercioSP) veröffentlicht. Laut dem Verband hat sich die Situation der Familien im September verschlechtert.

Dabei ist der Anteil der verschuldeten Haushalte im betrachteten Zeitraum grundsätzlich von 54,8 Prozent auf 54,7 Prozent gesunken. In absoluten Zahlen bedeutet das einen Rückgang von 1,966 Millionen auf 1,961 Millionen Haushalte. Allerdings glauben 6,9 Prozent (oder 249.000) der noch nicht verschuldeten Haushalte, dass sie in Zukunft nicht mehr ihre Rechnungen begleichen können – nicht einmal in Raten. Im August lag dieser Anteil noch bei 5,8 Prozent.

Laut dem FecomercioSP ist die Entwicklung der allgemeinen Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation Brasiliens zuzuschreiben. Darunter würden vor allem die Ärmsten leiden. Die Untersuchung zeigt, dass der Anteil der Haushalte mit weniger als zehn Mindestlöhnen im Monat im betrachteten Zeitraum von 58,6 Prozent auf 59,7 Prozent gestiegen ist. Dagegen ist der Anteil der Haushalte mit einem Einkommen von mehr als zehn Monatsmindestlöhnen von 44 Prozent auf 40,1 Prozent gesunken.

Zudem ist der Anteil der Familien mit geringem Einkommen und überzogenen Rechnungen von 19,2 Prozent auf 21,8 Prozent gestiegen. Der Anteil derer mit hohem Einkommen auf der anderen Seite registrierte ein Minus von 5,9 Prozent auf 5,8 Prozent. (ls)

Quelle: Valor Econômico