Die Stiftung für Verbraucherschutz von SP untersuchte 68 Medikamente. / Copyright: Agência Brasil

Die Preise für Medikamente an verschiedenen Verkaufsstellen in São Paulo variieren um bis zu 976 Prozent, wie die Stiftung für Verbraucherschutz des Bundesstaates (Procon-SP) in einer Studie herausgefunden hat. Der größte Preisunterschied wurde bei dem Generikum von Paracetamol, 200 Milligramm pro Milliliter (mg/ml) festgestellt. Der Preis lag zwischen 0,90 und 9,69 Reais. Im Durchschnitt liegt der Preis bei 3,83 Reais. Für die Studie wurden 15 Verkaufsstellen in fünf Regionen des Bundesstaates untersucht. 68 Medikamente wurden dabei unter die Lupe genommen, davon 34 Markenprodukte und 34 Generika.

Von den Markenmedikamenten ließ sich der größte Preisunterschied bei Amoxicilina, kommerzieller Name Amoxil, feststellen: 296,06 Prozent. In einem Drogeriemarkt kostete die Verpackung mit 500mg und 21 Kapseln des Herstellers Glaxosmithkline 15,48 Reais. In anderen Geschäften war das gleiche Medikament erst für 61,31 Reais zu haben. Der durchschnittliche Preis ergab 45,49 Reais. Der zweitgrößte Unterschied (186 Prozent) bei den Markenprodukten wurde bei Dexason ermittelt. Die Preise lagen zwischen 4 und 11,44 Reais.

Die Untersuchungsleiterin von Procon-SP, Mônica Leotta, erklärte, dass sich die Preise innerhalb des erlaubten Bereichs der Aufsichtskammer des Pharmamarkts befinden, die die Preise jährlich anpasst, auch wenn die genannten Beispiele aufhorchen lassen. Sie hob hervor, dass die Unterschiede mit Angebotsaktionen der einzelnen Verkaufsstellen erkärt werden können. „Die Regierung legt den Höchstpreis fest und die Verkaufsstellen können dann frei entscheiden, wie sie die Preise darunter gestalten wollen.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil