Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und der König von Spanien, Juan Carlos I. im Gespräch über bilaterale Wirtschaftsprojekte / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und der König von Spanien, Juan Carlos I. im Gespräch über bilaterale Wirtschaftsprojekte / Copyright: Agência Brasil

Spanische und brasilianische Unternehmer haben gestern ein Komitee gegründet, welches die Schließung von Partnerschaften mit anderen Märkten ermöglichen soll. Der regionale Fokus liegt hierbei auf Asien und dem Mittleren Osten. So möchten die beiden Länder durch den Export von national hergestellten Produkten den Wissens- und Erfahrungsaustausch anregen und die Auswirkungen der Krise begrenzen.

Es sei besonders für Kleine und Mittelständische Unternehmen (KMU) eine besonders wichtige Maßnahme, sich durch die Zusammenarbeit mit anderen Märkten aus der Krise heraus zu heben, so Juan Rosell, der Präsident der Spanischen Konföderation für unternehmerische Organisationen (Confederación Española de Organizaciones Empresariales, kurz: Ceoe).

Auch der Präsident der brasilianischen Nationalkonföderation für Industrie (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI), Roberson de Andrade, betonte, dass zur Schließung von Partnerschaften mit Asien und dem mittleren Osten, das gemeinsame Potenzial aus spanischer Expertise und brasilianischem Wissen zum Erfolg verhelfen werde. Der Weg dahin müsse gemeinsame Geschäftsaufträge in den Regionen sowie professionelle Trainings und Schulungen in beiden Ländern umfassen. Andrade stellte den Textil- und den Energiesektor als die ersten, von einer solchen Partnerschaft profitierenden, Sektoren heraus.

Ausschlaggebend für die gemeinsamen Pläne ist auch der schwierige Moment, den Spaniens Markt gerade erlebt. Nach 2008 – bis dahin war die spanische Wirtschaft fast doppelt so schnell gewachsen, wie die der anderen EU-Länder – ist die Wirtschaft so stark zurückgegangen, dass von den seit 2000 geschaffenen fünf Millionen Arbeitsplätzen wieder drei Millionen abgebaut werden mussten.

Die brasilianische Präsidentin, Dilma Rousseff, betonte nach ihrem gestrigen Treffen mit dem spanischen König Juan Carlos I., dass der globale wirtschaftliche Aufschwung nicht lediglich von den Schwellenländern abhängen dürfe, sondern von allen Akteuren der Weltwirtschaft – und besonders von koordinierten solidarischen Aktionen zwischen den großen Akteuren und vor allem denen der europäischen Länder. Mit Spanien, betonte Rousseff, baue sie besonders auf einen guten Partner in Sachen Innovationen in der Forschung. (jv)