Brasilien senkt Staatsverschuldung durch Tilgung von Staatsanleihen. / Copyright: Heitor Carvalho Jorge, Wikimedia Commons
Brasilien senkt Staatsverschuldung durch Tilgung von Staatsanleihen. / Copyright: Heitor Carvalho Jorge, Wikimedia Commons

Brasilien senkt Staatsverschuldung durch Tilgung von Staatsanleihen. / Copyright: Heitor Carvalho Jorge, Wikimedia Commons

Die Staatsverschuldung Brasiliens (DPF) ging im Januar um 3,6 Prozent zurück, da eine große Anzahl an Staatsanleihen abgelöst werden musste. Wie aus Daten der Abteilung für das nationale Vermögen (Secretaria do Tesouro National) hervorgeht, lag der Wert der Verschuldung Ende Januar bei 2,046 Billionen Reais (0,64 Billionen Euro), mit einem Rückgang um 76,5 Milliarden Reais im Vergleich zum Dezember. Zum Jahresende 2013 hatte die Verschuldung noch einen Rekordwert erreicht. Der Wert der staatlichen festverzinslichen Wertpapiere – in Form von Staatsanleihen – sank von 2,028 Billionen Reais auf 1,950 Billionen Reais. Grund dafür ist, dass die Vermögensabteilung im vergangenen Monat 97,6 Milliarden Reais in Anleihen mehr abgelöst als neue Wertpapiere ausgegeben hat. Allerdings reduzierte die Zahlung von 20,35 Milliarden Reais Zinsen an die Investoren die Ablösung der Schulden wieder ein Stück weit.

Die externe Staatsverschuldung lag Ende Januar bei 96,27 Milliarden Reais, das entspricht einem Anstieg von 1,67 Prozent im Vergleich zum Dezember, als die Verschuldung noch bei 94,27 Milliarden Reais lag. Ursache für den Anstieg war ein Hoch des Dollars von 3,57 Prozent im vergangenen Monat. Vor allem die große Anzahl an Wertpapieren, die nun abgelöst werden mussten, führte zu dem Rückgang der Staatsverschuldung. Die Abteilung für das nationale Vermögen hatte darüber bereits Ende Januar informiert. Allein im Januar wurden Wertpapiere im Wert von 135,42 Milliarden Reais abgelöst. Der größte Teil davon, 127,45 Milliarden Reais, entspricht festverzinslichen Wertpapieren. Das heißt, die Zinsen wurden bereits im Voraus festgelegt.

Eine solche Ballung von Fälligkeiten bei Wertpapieren tritt typischerweise immer zum ersten Monat jeden Quartals aufgrund des Endes der Laufzeit bei den festverzinslichen Wertpapieren. Demzufolge gibt es bei der Staatsverschuldung regelmäßig einen Rückgang im Januar, April, Juli und Oktober. (ls)