Das Stadion im Bundesdistrikt kann noch mit zwei weiteren Großveranstaltungen rechnen. / Copyright: Wikimedia Commons
Das Stadion im Bundesdistrikt kann noch mit zwei weiteren Großveranstaltungen rechnen. / Copyright: Wikimedia Commons

Das Stadion im Bundesdistrikt kann noch mit zwei weiteren Großveranstaltungen rechnen. / Copyright: Wikimedia Commons

Die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien ist schon seit einigen Wochen Geschichte, aber in einigen Stadien geht es weiter – sie wollen ihre Vielseitigkeit zeigen. Das Nationalstadion in Brasília zum Beispiel ist eines derer, die gegen das Stigma des „weißen Elefanten“ kämpfen wollen, was so viel bedeutet wie: Sie wollen kein tolles Bauwerk sein, das Unsummen gekostet hat, aber dafür nichts wert ist. Die Regierung des Bundesdistrikts kann mit einem weiteren großen Event rechnen, den Olympischen Spielen 2016.

Obwohl die Veranstaltung in erster Linie in Rio de Janeiro stattfindet, sind auch einige andere Städte daran beteiligt. So findet im Stadtion des Bundesdistrikts zum Beispiel die Fußballspiele der Frauen und Männer statt. Weitere olympische Spielstätten sind Belo Horizonte, Salvador, São Paulo und natürlich Rio de Janeiro. Nach Olympia kann der Bundesdistrikt noch auf den Wettkampf „Universídade“ 2019 zählen, die größte Sportveranstaltung unter Universitäten der ganzen Welt mit bis zu 12.000 Athleten zwischen 17 und 28 Jahren.

Diese Großveranstaltungen werden in die zeitliche Berechnung aufgenommen, in denen das Stadion in Betrieb sein sollte, um die Kosten von einer Milliarde Reais zu decken (wobei der Rechnungshof des Bundesdistrikts von Kosten in Höhe von 1,6 Milliarde Reais ausgeht). Deshalb muss die Verwaltung des Stadions Wege finden, wie der Betrieb rentabel werden kann.

Cláudio Monteiro, außerordentlicher Sekretär für die WM im Bundesdistrikt, sieht derweil keinen Grund besonderen Druck zu machen, um ein Geschäftsmodell zu finden. „Es gibt keinen Druck, weil wir nichts falsch machen können. Das Stadion zeigt bereits sein Potenzial, wir müssen nur alle Möglichkeiten ausschöpfen. Zum Beispiel können wir ein Handelszentrum im Stadion eröffnen, oder ein Unterhaltungscenter mit Geschäften, Restaurants und Banken. Es ist privilegiert Ort im Herzen der Stadt mit viel Platz zum Parken“, heißt es sinngemäß auf der offiziellen Internetseite der Regierung. (ls)