Deutschland und Brasilien wollen stärker bei Technologien wie dem 3D-Drucken zusammenarbeiten. / Copyright: Wikimedia Commons, Subhashish Panigrahi

Der brasilianische Ausbildungsdienst für die Industrielehre (Senai) will enger mit der deutschen Fraunhofer-Gesellschaft zusammen arbeiten. Dazu unterschrieben beide Seiten ein Abkommen, nach dem die Wissenschaftler der 15 Senai-Institute für angewandte Innovation, die also in Projekten mit der brasilianischen Industrie stehen, schnell Zugang zu den Forschungen der Fraunhofer-Institute bekommen, die bislang nicht in Brasilien zugänglich sind.

Eine der Gebiete für eine gemeinsame Arbeit ist die additive Fertigung – fortgeschrittene Technologie, die 3D-Drucker verwendet, um Teile in Schichten herzustellen. Die 3D-Drucker können beispielsweise Teile für Industriemaschinen aus Kunststoffen oder Metallen herstellen. Die Technologie eröffnet die Möglichkeit für Brasilien, Produkte in Zusammenarbeit beispielsweise mit der Luftfahrtindustrie zu entwickeln, um das Gewicht von Luftfahrzeugen zu reduzieren, oder mit dem Automobilsektor, um komplexere und billigere Teile herzustellen, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit der brasilianischen und deutschen Unternehmen verbessert werden soll.

Deutschland war der viertwichtigste Handelspartner Brasilien 2014, doch 62,7 Prozent der Exporte nach Deutschland waren immer noch Basisprodukte, dabei vor allem Kaffee, Erze, Sojabohnenmehl und Soja. Bei den Importen aus Deutschland machten 95,6 Prozent hergestellte Waren aus, wie etwa Maschinen, Autos und Pharma-Produkte. (ls)

Quelle: Agência Brasil