Tatiana Prazeres, Staatssekretärin für den Außenhandel veröffentlichte die Exportzahlen für 2012 / Copyright: Agência Brasil Renato Araujo
Tatiana Prazeres, Staatssekretärin für den Außenhandel veröffentlichte die Exportzahlen für 2012 / Copyright: Agência Brasil Renato Araujo

Tatiana Prazeres, Staatssekretärin für den Außenhandel veröffentlichte die Exportzahlen für 2012 / Copyright: Agência Brasil Renato Araujo

Das Ausmaß der internationalen Krise macht sich nicht nur in Europa selbst bemerkbar. Auch die brasilianischen Exportzahlen verzeichnen einen rapiden Schwund in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres, teilte nun das Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel mit (Ministerio de Desenvolvimento, Indústria e Comércio Exterior) mit.

Demnach verzeichneten auch die Ausfuhren ins Nachbarland Argentinien einen rapiden Einbruch, sodass die Exportzahlen für die Europäische Union, Osteuropa und Argentinien allein insgesamt 82,2 Prozent der Exporteinbrüche ausmachen.

Die Staatssekretärin für den brasilianischen Außenhandel Tatiana Prazeres teilte am Montag mit, dass sich die Ausfuhren in den Mercosur-Nachbarn im Süden innerhalb des Zeitraumes Januar bis September auf insgesamt 13,47 Milliarden US-Dollar beliefen. Das bedeutet einen Rückgang um 3,41 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Prazeres machte dabei auf mehrere Faktoren für diesen Rückgang aufmerksam. So seien die Märkte aufgrund der Krise einfach eingebrochen und es gab massive Schwierigkeiten aufgrund verschärfter Einfuhrbedingungen nach Argentinien. Auch seien die Produktpreise in einem Maße eingebrochen, die den brasilianischen Export im Ganzen beeinflusst habe.

Prazeres verwies jedoch auch auf den anhaltenden Dialog zwischen der brasilianischen und der argentinischen Regierung, um den kommerziellen Fluss wieder anzuregen. Dennoch seien die Ergebnisse für die brasilianische Seite alles andere als zufriedenstellend, so die Staatssekretärin. Auch wenn die Exportzahlen nach Gesprächen mit dem südlichen Nachbarstaat seit Juli wieder stetig angestiegen sind, so verzeichnen die Ausfuhren noch immer nicht die von der brasilianischen Regierung erwünschten Zahlen.

Die Exporte in die EU beliefen sich für den gleichen Zeitraum auf insgesamt 36,52 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen stehen gegenüber 39,74 Milliarden US-Dollar für den gleichen Vorjahreszeitraum. Was die Ausfuhren nach Osteuropa betrifft, so ist auch dort ein Einbruch von 4,42 Milliarden US-Dollar auf ein Volumen von 3,25 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen gewesen. (er)