Präsident der INPI, Jorge Ávila / Copyright: Agência Brasil

Präsident der INPI, Jorge Ávila / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident des Brasilianischen Instituts für industrielles Eigentum (Instituto Nacional da Propriedade Industrial, kurz: INPI), Jorge Ávila, teilte gestern (08.11.) mit, dass einer der Grundbausteine der neuen Industriepolitik Brasiliens sei, dass brasilianische Firmen sich Kenntnisse aneignen, um neue Technologien zu entwickeln. Richtlinien zur neuen Industriepolitik wurden durch den im August von der brasilianischen Regierung verabschiedeten Plan „Größeres Brasilien“ (Plano Brasil Maior) bestimmt.

Laut Ávila sei dies die richtige Strategie, um die weltweite Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten. Ávila nahm gestern am „Seminar zu neuen wirtschaftlichen Gedanken – Brasiliens Beitrag zu einem globalen Dialog“ (Seminário Novo Pensamento Econômico – Contribuições do Brasil para um Diálogo Global) teil, das von der Ford-Stiftung im Sitz der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES) in Rio de Janeiro veranstaltet wurde.

Ávila bekundete, dass die Rolle der INPI bei der genannten Strategie sei, verschiedene Firmen im Entwicklungsprozess zu unterstützen, damit diese in der Lage wären, mit anderen Institutionen zusammenzuarbeiten, ihre Innovationen mit potenziellen Geschäftspartnern aus dem Bereich Technik zu verbinden, mit dem Ziel, immer differenziertere Produkte auf verschiedenen Märkten herauszubringen.

Ávila fügte hinzu, dass Brasilien sich im Moment in einer Situation befinde, in der Unternehmen die Möglichkeit suchen, größere Wettbewerbsfähigkeit durch Differenzierung zu erlangen. Dies würden sie mittels neuer technischer Entwicklungen tun.

Nicht nur die technischen Innovationen und der Anstieg der Produktivität seien dafür entscheidend, sondern auch die Kapazitäten der Arbeitskräfte. Aus diesem Grund sei es besonders wichtig, dass die Firmen, die Regierung und die Universitäten, geeignete Personen für diese Herausforderung befähigen. Der Erfolg hinge von der Vergrößerung der Anzahl von Ingenieuren und Professionellen im Technikbereich ab sowie von der Entwicklung neuer Produkte.

Ávila schätze die Lage sehr positiv ein und hoffe, dass auch Brasilien sich neben anderen Schwellenländern wie China und Indien auf dem internationalen Markt behaupten werde. (ds)