„Kein Zweifel, João Pimental ist ein harter Knochen. „Ach, es ist so einfach, in Deutschland am Computer eine Petition gegen Belo Monte zu unterschreiben“, wettert er, „aber hier wollen die Leute vorankommen, und ihr – ihr findet Armut wohl pittoresk? Ein Leben in miesen Bretterpfahlbauten, mit dem ständigen Hochwasser und all dem Müll da drunter?“ Belo Monte ist das zurzeit größte Staudammprojekt der Welt, und Pimental ist einer der Direktoren von Norte Energia, einem Konsortium von überwiegend staatlichen Stromversorgern und Pensionsfonds, dem Bauherrn des ­Wasserkraftwerks. Die Beziehungen zwischen Befürwortern und Gegnern des Mammutprojektes sind gereizt. Wobei die Gegner, anders als Pimental unterstellt, eben nicht in erster Linie im Ausland sitzen, sondern in Brasilien. Zum Beispiel bei den Arara-Indianern, dreieinhalb Stunden Bootsfahrt von Pimentals klimatisiertem Büro in der Kreisstadt Altamira entfernt. Oder in Altamira selbst, das nach dem Belo-Monte-Beschluss 2005 nur noch dreckiger und chaotischer geworden ist.“ (Stuttgarter Zeitung Online)

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