Der brasilianische Tourismusminister Gastão Vieira bei einem Radiointerview des Programms „Bom Dia Ministro“ / Copright: Agência Brasil

Der brasilianische Tourismusminister Gastão Vieira bei einem Radiointerview des Programms „Bom Dia Ministro“ / Copright: Agência Brasil

Laut einer neuen Studie der Getulio Vargas-Stiftung (Fundação Getulio Vargas, kurz: FGV) stieg das Interesse der Brasilianer am Tourismus vergangenes Jahr um 14,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die brasilianische Bevölkerung möchte mehr reisen, was auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation von Familien und die vereinfachten Möglichkeiten, Reisen zu  unternehmen, zurückzuführen ist. Für den brasilianischen Tourismusminister Gastão Vieira stellte 2011 das beste Tourismusjahr dar.

Diese Entwicklungen verdanke man nicht nur der besseren Einkommensverteilung, sondern auch dem Wandel der sozialen Klassen und der sogenannten Eingliederung von 60 Millionen Menschen in die neue Mittelschicht, so Gastão. Gerade diese Familien haben besonderes Interesse am Reisen.

Für die Umfrage der FGV wurden 2.000 Familien der sieben brasilianischen Hauptmetropolen (São Paulo, Rio de Janeiro, Belo Horizonte, Porto Alegre, Brasília, Salvador und Recife) zu dem Wunsch befragt, mindestens einmal im Halbjahr eine Reise zu unternehmen.

2011 wollten 34 Prozent der Befragten reisen, 2010 nur 27,7 Prozent. Das Ergebnis ist seit Beginn der Umfragen 2008 das höchste. Unsichere Meinungen, was das Reisen betrifft, gingen zurück: von 7,6 Prozent (2010) auf 4,1 Prozent (2011). Auch die negativen Antworten nahmen ab: von 66,3 Prozent (2009) auf 62,8 Prozent (2011).

Des Weiteren stellte man fest, dass Brasilianer bevorzugt mit dem Flugzeug reisen. Die Anzahl der Reisenden mit Bus oder Auto sank. Zudem bleibt der Nordosten Brasiliens immer noch das beliebteste Reiseziel der Brasilianer im Land. (ds)