Experte empfiehlt sich eher auf die Kraftstoffsteuer zu konzentrieren. / Copyright: Wikimedia Commons, Mariordo Mario Roberto Duran Ortiz

Brasilien streitet über die Wiedereinführung der Finanztransaktionssteuer CPMF. Das Wirtschaftsteam der Regierung will die Steuer wieder einführen, um ein Defizit der öffentlichen Konten im kommenden Jahr zu vermeiden. Jetzt hat sich auch ein US-amerikanischer Professor in die Diskussion eingemischt. José Alexandre Schweinkman, Wirtschaftsprofessor an der Universität von Columbia (USA) hält die Steuer für schlecht und regressiv.

Für den Ökonomen ist die CPMF eine „absurde“ Steuer, weil sie auf jede Transaktion anfällt und so zu sehr schweren Schäden am Produktionssystem führen würde. „Wer zuhause produziert, würde nicht zahlen müssen, wer die Rohstoffe dazu kauft, müsste zahlen.“ Ein einfaches Beispiel, so der Professor, ist dazu die Automobilindustrie, die sonst Reifen kauft, dann aber Reifen selbst herstellen werden will, um nicht die Steuer zahlen zu müssen. Das würde wahrscheinlich zu einer Minderung der Produktivität der Branche führen, da der Fokus der Arbeit verwischt wird.

Besser ist es seiner Meinung nach sich auf die Steuer auf Kraftstoffe zu konzentrieren, „und das sage ich nicht, weil ich im Unternehmerrat der Landwirtschaft bin, sondern weil ich mich um die globale Erwärmung sorge. Ich denke daher, dass es eine gute Idee wäre, die Kosten auf die Autonutzung zu erhöhen.“ (ls)

Quelle: Valor Econômico