Abkommen mit der Parlamentarischen Front für kleine und mittlere Unternehmen zur Erweiterung des Simples  / Copyright: Agência Brasil

Abkommen mit der Parlamentarischen Front für kleine und mittlere Unternehmen zur Erweiterung des Simples / Copyright: Agência Brasil

Gestern (09.08.) schloss die Präsidentin Dilma Rousseff im Nationalkongress das Abkommen mit der Parlamentarischen Front für kleine und mittlere Unternehmen (Frente Parlamentar Mista das Micro e Pequenas Empresas) zur Erweiterung des Gesetzes zur Steuervereinfachung, dem sogenannten Simples (auch: Super Simples oder Simples Nacional), ab. Der Simples bietet kleinen und mittleren Unternehmen einen attraktiveren Steuerrahmen auf Bundesebene, im Bereich der Bundesstaaten, des Bundesdistrikts und der Gemeinden; unter anderem werden bislang acht verschiedene Abgabenarten zusammengefasst. Im Gesetzentwurf Projeto de Lei Complementar 591/10 wurden die Neuerungen festgehalten.

Seit 2008 kämpfe man weltweit mit wirtschaftlichen Schwankungen, so Finanzminister Guido Mantega. Aus diesem Grund würde die Regierung nun einschreiten, um ausgewählte Sektoren der Wirtschaft zu stärken.

Das Projekt hebt die Grenze der Bruttoeinnahmen, um unter das Simples-Gesetz zu fallen, an: Für Einzelunternehmer steige der Satz von 36.000 R$ auf 60.000 R$, für Kleinunternehmer von 240.000 R$ auf 360.000 R$ und für mittlere Unternehmen von 2,4 Mio. R$ auf 3,6 Mio. R$. Dies bedeute eine Erhöhung von 50%.

Eine weitere Maßnahme ist die Ratenzahlung von steuerlichen Gebühren für Unternehmer, die zum Simples zählen. Diese haben die Möglichkeit, Steuern innerhalb von 60 Monaten zu zahlen.

Mantega verkündete außerdem, dass Steuererklärungen im Bereich des Simples nicht mehr jährlich, sondern monatlich durchgeführt werden sollen.

Kleine und mittlere Unternehmen könnten nun auch mit dem gleichen Handelswert wie innerhalb Brasiliens in andere Länder exportieren, ohne aus dem Programm des Simples austreten zu müssen. (ds)