Von Brasiliens Steuerreform könnten bis zu 450.000 kleine Unternehmen profitieren. /Copyright: WikiCommons Autor NCGames
Von Brasiliens Steuerreform könnten bis zu 450.000 kleine Unternehmen profitieren. /Copyright: WikiCommons Autor NCGames

Von Brasiliens Steuerreform könnten bis zu 450.000 kleine Unternehmen profitieren. /Copyright: Wikimedia Commons, NCGames

Im Rahmen einer Steuerreform soll das vereinfachte Steuersystem “Supersimples” rund 450.000 kleinen und mittelständigen Unternehmen Steuererleichterungen und weniger bürokratische Hürden bescheren. Der am vergangenen Donnerstag (07.08.) von der Präsidentin Dilma Rousseff ratifizierte Gesetzeszusatz zur Besteuerung von Selbstständigen und kleinen Firmen fasst acht Steuern zu einer Abgabe zusammen und verringert die Steuerlast kleiner Unternehmen.

Von der Reform des Allgemeinen Gesetzes der Mikro- und Kleinunternehmen (Lei Geral da Micro e Pequena Empresa) profitieren laut Regierungsangaben rund 450.000 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 3,6 Millionen Reais (rund 1,2 Millionen Euro). Zudem würden durch die Neuregelung des „Supersimples“ weitere 142 wirtschaftliche Tätigkeiten im Steuersystem vereinheitlicht und erfasst, wie die Nachrichtenagentur Agência Brasil mitteilt.

Ausschlaggebend sei nun nicht mehr die Art oder Ausrichtung des Unternehmens sondern dessen Vermögen und Umsatz. Früher hätten selbstständige Anbieter sogenannter geistiger, technischer oder wissenschaftlicher Dienstleistungen unterschiedlichen Steuersystemen angehört. Heute, so die Erklärung zum Gesetzestext, würden Ärzte, Anwälte oder Journalisten in einem System erfasst. Des Weiteren verspricht der „Supersimples“ Vereinfachungen beim Eröffnen und Schließen von Unternehmen. Die Regierung Rousseff bezweckt damit, mehr Menschen die Selbstständigkeit zu ermöglichen.

Mit der einheitlichen Erfassung (Cadastro Único Nacional) plant die Regierung, bürokratische Prozesse zu verringern. „Es ist klar, dass wir mit dem Gesetzesbeschluss des Projektes alle Kategorien zu einer zusammenfassen. Jetzt werden Anwälte, Notare und Physiotherapeuten gleichsam durch das Gesetz erfasst – ohne eine Gegenstimme im Parlament“, begrüßte Dilma Rousseff die Verabschiedung des Gesetzes. (ms)