Generaldirektor der WTO, Roberto Azevêdo, äußert sich zu den Schwierigkeiten bilateraler Abkommen / Copyright: Agência Brasil
Generaldirektor der WTO, Roberto Azevêdo, äußert sich zu den Schwierigkeiten bilateraler Abkommen / Copyright: Agência Brasil

Generaldirektor der WTO, Roberto Azevêdo, äußert sich zu den Schwierigkeiten bilateraler Abkommen / Copyright: Agência Brasil

Laut Angaben des brasilianischen Diplomaten und Generaldirektors der Welthandelsorganisation (WTO) Roberto Azevêdo sei es trotz starken Bemühungen schwierig, eine Lösung für gesperrte Handelsabkommen zu finden und infolgedessen die Frist für die Erleichterung der Handelsabkommen zu erfüllen. Diese Schwierigkeiten würden zu mehr Misstrauen gegenüber der Arbeit der WTO führen.

Brasilien hätte sich laut Außenministerium immer für bilaterale Abkommen eingesetzt. Ein besonderer Meilenstein sei hierbei die Reihe von Verträgen gewesen, die im Dezember 2013 von der WTO in Bali nach 20 Jahren ohne größere Fortschritte abgeschlossenen wurden. Diese Verträge sollten vor allem den Handel mit anderen Ländern erleichtern, sie steckten prioritäre Themen ab wie die Quoten bei landwirtschaftlichen Produkten sowie entwickelten eine Arbeitsgruppe, um die Doha-Verhandlungen zu erfüllen. Aus diesem Grund sei die Sorge der Regierung auch besonders hoch, wenn es zu solchen wie den aktuellen Schwierigkeiten bei Handelsabkommen käme. Azevêdo hatte zu Beginn des Jahres noch verkündet, dass sich die Kosten durch den internationalen Handel um 13 bis 15 Prozent verringern würden.

Azevêdo hätte hinsichtlich der derzeitigen Situation den Vertretern der Mitgliedsstaaten nahe gebracht, darüber zu reflektieren, welche Auswirkungen die aktuelle Lage für die Organisation habe. Mehrere Vertreter hätten sich weiterhin dazu geäußert, dass die Märkte eventuell für andere, nicht multilaterale, Alternativen offen seien. Um nun voranzukommen sei es nötig, darüber nachzudenken, wie die WTO arbeiten und wie sie mit bestimmten Fragestellen umgehen könne, vor allem bezüglich der Entscheidungen aus Bali und die Entwicklung der Agenda nach Bali sowie wie die zukünftigen Eckpfeiler des Handels der WTO abgesteckt werden können. (ds)