Shinzo Abe und Dilma Rousseff vereinbarten eine "strategische globale Partnerschaft". / Copyright Agência Brasil
Shinzo Abe und Dilma Rousseff vereinbarten eine "strategische globale Partnerschaft". / Copyright Agência Brasil

Shinzo Abe und Dilma Rousseff vereinbarten vergangenen Freitag (01.08.) eine „strategische globale Partnerschaft“. / Copyright: Agência Brasil

Japan will seine ökonomischen Beziehungen mit Lateinamerika und insbesondere mit Brasilien ausbauen sowie seine Investitionen auf dem Kontinent steigern. Dies bekräftigte der japanische Premier Shinzo Abe bei einem Besuch in Brasilien am Freitag (01.08.) und Samstag. Abe schloss damit eine Rundreise durch die fünf lateinamerikanischen Länder Mexiko, Chile, Kolumbien, Trinidad und Tobago, wo sich der Premier mit mehreren karibischen Regierungsvertretern traf, und abschließend Brasilien ab.

Mit seiner Reise wolle er verloren gegangenes Terrain auf dem Gebiet des Handels zurückgewinnen, gab Shinzo Abe freimütig zu. „Dies ist die erste Reise eines japanischen Premiers nach Lateinamerika in zehn Jahren”, so Abe gegenüber der Presse in São Paulo. „Wir müssen die Bedeutung Lateinamerikas für Japan neu definieren.“

Nach seinem Treffen mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Russeff teilte Abe gegenüber der Presse mit, dass eine „strategische und globale Partnerschaft“ zwischen Japan und Brasilien vereinbart worden sei, ging jedoch nicht auf konkrete Details ein. Des Weiteren bestätigte er die Wünsche beider Regierungen bezüglich eines Freihandelskommens zwischen Japan und dem Mercosur. Konkrete Planungen lägen derzeit nicht vor, so Abe. Vielmehr erwarte er von den privaten Unternehmen Vorschläge und Erwartungen an ein solches Abkommen, wie die Zeitung Valor Econômico vergangenen Samstag (02.08.) berichtet.

Vor diesem Hintergrund wurde Shinzo Abe von Vertretern kleiner und mittelgroßer Unternehmen begleitet, die auf Tuchfühlung mit lateinamerikanischen Behörden und potentiellen Partnern gehen sollten. Die Regierung seines Landes teile die Einschätzung, dass viele japanische Unternehmen im Prozess der Internationalisierung verspätet seien, so Abe.

In Brasilien wurde zum Zweck der Intensivierung des Handels eine Vereinbarung mit der brasilianischen Entwicklungsbank (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDS) getroffen. In Lateinamerika hat Japan derzeit Freihandelsabkommen mit Mexiko, Peru und Chile und verhandelt derzeit mit Kolumbien. (ms)