Die Gewerkschaft der Bauarbeiter und der Arbeitgeberverband befinden sich in Verhandlungen. / Copyright: Wikimedia Commons, Felipe Menegaz

Bei den Bauarbeiten rund um die Olympischen Spiele im nächsten Jahr kommt es zu Verzögerungen. Denn Bauarbeiter an verschiedenen Stellen in Rio de Janeiro sind um Mitternacht des heutigen Tages (19.05) in Streik getreten – viele Bauarbeiten davon gehören zu den Maßnahmen rund um das Sportereignis. Die Streikenden fordern eine Erhöhung ihres Lohns um 8,5 Prozent und ein Basisgehalt von 350 Reais. Der Arbeitgeberverband bietet aktuell eine Anhebung des Gehalts um 7,3 Prozent und des Basislohns auf 332 Reais an. Die Rate von 7,3 Prozent entspricht dabei der Inflation gemessen am Verbraucherpreisindex.

Laut dem Präsidenten der Arbeitergewerkschaft, Nilson Duarte da Costa, habe man in den Verhandlungen bereits weitestgehend nachgegeben und akzeptiere deshalb jetzt keine Verringerung der Forderungen mehr. „Im Laufe der Verhandlungen seit dem 28. Januar verlangen wir 350 Reais als Basissatz und 8,5 Prozent Plus beim Gehalt. Die Unternehmen bieten nur eine Erhöhung gemäß der Inflation. Also befinden wir uns in einer Sackgasse, denn es fehlen noch 18 Reais beim Basisgehalt und 1,2 Prozent beim normalen Lohn.“

Nach Angaben der Direktorin des Arbeitgeberverbandes, Renilda Cavalcanti, gibt es vonseiten der Unternehmen keine Möglichkeiten das Angebot zu verbessern. „Wir bieten 7,3 Prozent, was der Inflation entspricht. Für uns ist der Unterschied zur Forderung der Gewerkschaft sehr groß. Doch wir brechen die Verhandlungen nicht ab, wir sind jetzt in den Prozess um einen Tarifvertrag eingetreten. Die Bauarbeiter können nicht streiken.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil