Die deutschen Automobilbauer Mercedes-Benz und Volkswagen haben in Brasilien mit hohen Fixkosten zu kämpfen. / Copyright: Wikimedia Commons, Brian Snelson, CC BY 2.0

Die deutschen Automobilbauer Mercedes-Benz und Volkswagen haben in Brasilien mit hohen Fixkosten zu kämpfen. / Copyright: Wikimedia Commons, Brian Snelson, CC BY 2.0

Angestellte des Autoherstellers Mercedes-Benz sind am Donnerstag (8.01) an den Arbeitsplatz zurückgekehrt, nachdem sie für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt hatten. Die Mitarbeiter protestierten gegen die Entlassung von 244 Kollegen. Nach den Informationen der Metaller-Gewerkschaft „Sindicato dos Metalúrgicos do ABC“ soll am heutigen Tag eine weitere Veranstaltung am Eingang des Autobauers stattfinden, zu einer Arbeitsniederlegung soll es aber erst einmal nicht kommen.

Auch bei Volkswagen streiken die Metaller gegen die Entlassung von 800 Mitarbeitern. In einer Versammlung am Donnerstagnachmittag entschieden die Arbeiter, den Aufstand aufrecht zu erhalten. Die Demonstration vor dem Unternehmen soll aber erst am Montag fortgeführt worden. Während der Versammlung sagte Rafael Marques, der Vorsitzende der Gewerkschaft, dass der Protest auf der Autobahn Anchieta fortgeführt wird, sollte es bis dahin zu keinen Verhandlungen mit dem Autohersteller kommen.

Noch am Donnerstag hat sich der Regionalverantwortliche für den Bereich Arbeit des Bundesstaates São Paulo Luiz Antônio de Medeiros mit dem Verantwortlichen der Gewerkschaft getroffen. Ziel des Treffens war eine Klärung der Situation, die die Arbeitsniederlegungen bei Volkswagen und Mercedes ausgelöst haben. Laut der Gewerkschaft sagte Medeiros, dass der brasilianische Arbeitsminister Manoel Dias mit anderen Verantwortlichen in Brasília daran arbeitet, Lösungen für die Situation bei Volkswagen zu finden.

Grund für die schwierige Arbeitssituation bei den Autobauern sind unter anderem hohe Fixkosten bei der Produktion. Um trotzdem wettbewerbsfähig zu bleiben, griffen die Hersteller auf Entlassungen zurück.

Quelle: Valor Econômico