Der Vertrieb von Petrobras ist nach Unternehmensangaben nicht durch den Streik betroffen. / Copyright: Wikimedia Commons, Eduardo P

Beim Erdölkonzern Petrobras befinden sich viele Mitarbeiter immer noch im Streik, das schlägt sich auf die Geschäftsaktivitäten aus: Wie das Unternehmen berichtete, musste am Montag (2.11) auf die Produktion von 273.000 Barrel Erdöl verzichtet werden, was einen Anteil von 13 Prozent an der täglichen Produktionsmenge in Brasilien ausmacht.

Zudem sei es zu einem Rückgang beim Erdgas um 7,3 Millionen Kubikmeter gekommen. Nach eigenen Angaben sind das 14 Prozent des angebotenen Gases pro Tag auf dem brasilianischen Markt. Für Dienstag (3.11) rechnete das Unternehmen mit Verlusten beim Erdöl um 8,5 Prozent und um 13 Prozent beim Gas. Nicht von den Streiks beeinflusst sei allerdings der Verkauf, so das Unternehmen. „Hier arbeite man im Normalbereich und es gibt keine Prognose für einen Mangel an Erdgas oder Erdöl im Markt.“

Einen negativen Einfluss habe der Produktionsausfall dann allerdings wieder auf die Steuerbeträge an den Bund, die Länder und Gemeinden sowie auf die Lizenzgebühren und spezielle Teilhaben. Petrobas erklärte dazu, dass man die erforderlichen Maßnahmen ergriffen habe, um die Arbeit aufrecht zu erhalten und den Schutz der Arbeiter zu gewährleisten.

Wie BrasilNews berichtete (Bericht vom Montag, 2.11.15) richtet sich der Streik gegen einen weiteren Ausverkauf von Petrobras und damit staatlicher und öffentlicher Werte. Insgesamt 57,7 Milliarden US-Dollar plant Petrobras durch den Verkauf von Aktien bis 2019 einzunehmen. Zuletzt hatte der Verwaltungsrat des Unternehmens dem Verkauf von 49 Prozent seiner Gassparte (Gaspetro) an Mitsui Gás e Energia do Brasil für 1,9 Milliarden Reais (ca. 450 Mio. Euro) zugestimmt. (ls)

Quelle: Agência Brasil