Stillstand in der Raffinerie Duque de Caxias bei Rio de Janeiro. / Copyright: Agência Brasil Stillstand in der Raffinerie Duque de Caxias bei Rio de Janeiro. /Copyright: Agência Brasil

Um gegen Kürzungen in Milliardenhöhe zu protestieren, haben Mitarbeiter des Erdölkonzerns Petrobras am vergangenen Freitag (24.7.) ganztägig ihre Arbeit niedergelegt. Der Streik richtete sich gegen den neuen 4-Jahres-Plan „Plano de Gestão e Negócios“ der Geschäftsführung des halbstaatlichen Unternehmens. Laut Medienberichten sieht der Dachverband der Beschäftigten im Erdölsektor (Federação Única dos Petroleiros, FUP) Tausende Stellen in Gefahr, sollte die Geschäftsführung von Petrobras den Plan umsetzen.

Wie das Nachrichtenportal RedeBrasilAtual berichtete, plant Petrobras bis 2019 rund 89 Milliarden US-Dollar an Investitionen und laufenden Kosten einzusparen. Darüber hinaus sollen 57 Millionen US-Dollar durch den weiteren Verkauf von Aktien in die Kassen des Konzerns gespült werden.

In Anlagen in elf Bundesstaaten folgten Angestellte von Petrobras dem Aufruf der FUP und legten für 24 Stunden die Arbeit nieder, um gegen die Sparmaßnahmen zu demonstrieren. Viele fürchteten den Verlust ihrer Arbeit, so eine Mitteilung des FUP. Darüber hinaus sei es vereinzelt zu Blockaden der Zugangsstraßen zu den Raffinerien und Kraftwerken gekommen, schrieb die Zeitung O Estado de S. Paulo am Wochenende.

Zudem hätten die Beschäftigten auf 14 Ölplattformen ihre Arbeit eingestellt und die Verantwortung über den Betriebsablauf der jeweiligen Leitungsebene übergeben. Diese wiederum sei auf die spezialisierten Teams angewiesen. Die qualifizierten Angestellten hätten teilweise nicht durch anderes Personal ersetzt werden können, wie lokale Medien berichteten. Die Förderung sei an dem Tag jedoch nicht beeinträchtigt gewesen, ließ Petrobras via Twitter wissen. (ms)

Quellen: O Estado de S. Paulo und Rede Brasil Atual