Wenn es am kommenden Mittwoch keine Einigung im Streit um die Lohnerhöhung für U-Bahn-Führer gibt, drohen erneut Streiks. / Copyright: Wikimedia Commons, LeoMSantos
Wenn es am kommenden Mittwoch keine Einigung im Streit um die Lohnerhöhung für U-Bahn-Führer gibt, drohen erneut Streiks. / Copyright: Wikimedia Commons, LeoMSantos

Wenn es am kommenden Mittwoch keine Einigung im Streit um die Lohnerhöhung für U-Bahn-Führer gibt, drohen erneut Streiks. / Copyright: Wikimedia Commons, LeoMSantos

Die U-Bahn-Führer haben zu vergangenem Montag (9. Juni) entschieden, den am vergangenen Donnerstag begonnen Streik in der Stadt Sao Paulo für zwei Tage auszusetzen. Die 42 Angestellten sollen bis Mittwoch erst einmal wieder ihrem normalen Arbeitsplan nachgehen – um 18.30 Uhr soll es neue Verhandlungen um die geforderte Lohnerhöhung geben.

Laut der Angestellten wird es nun bis Mittwoch keinen weiteren Streik geben, wie die Tageszeitung Folha de S.Paulo schreibt. Sollte bei der Verhandlung jedoch nicht auf die Forderung eingegangen werden, könne es am Donnerstag, dem Tag der Eröffnung der WM, wieder zu Streiks kommen.

Die Eröffnung findet in Itaquerão im Osten der Stadt statt. Laut Metro schließen die Stationen hier um 24 Uhr – während der Streiktage waren sie allerdings schon um 23 Uhr zu.

Die Angestellten sind alle informiert ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Das kann natürlich etwas dauern, bis alle ihren Arbeitsplatz erreicht haben. Mit diesem Schritt wollen wir unsere Verhandlungsbereitschaft zeigen. Ich hoffe, die Regierung ist bereit für weitere Verhandlungen“, erklärte der Präsident der Vereinigung der U-Bahn-Führer, Altino Prazeres Junior.

Laut der Justiz ist der Streik unangemessen. Trotzdem hielt die Vereinigung an der Arbeitsniederlegung auch am fünften Tag fest. Am vergangenen Montag waren nur 50 von insgesamt 65 U-Bahn-Stationen in Betrieb, wobei die gelbe Linie von dem Streik ausgenommen ist, da sie von privat betrieben wird.

Die Justiz hat auch schon die Lohnerhöhung von 8,7 Prozent bestätigt – wie sie die Metro vorgeschlagen hatte. Die U-Bahn-Führer dagegen wollen 12,2 Prozent mehr. Die letzte Lohnerhöhung gab es erst im vergangenen Jahr von 8 Prozent. (ls)