Heißer Sommer in São Paulo - ohne Niederschlag und bald auch ohne Strom. / Copyright: AgenciaBrasil
Heißer Sommer in São Paulo - ohne Niederschlag und bald auch ohne Strom. / Copyright: AgenciaBrasil

Heißer Sommer in São Paulo – ohne Niederschlag und bald auch ohne Strom. / Copyright: AgenciaBrasil

Die von ausbleibenden Niederschlägen betroffenen Regionen Brasiliens müssen wohl mit Engpässen bei der Stromversorgung rechnen. Zum ersten Mal während der Krise des geringen Wasserstands der Wasserkraftwerke seien konkrete Maßnahmen zur Rationierung benannt worden, wie die Zeitung Folha de São Paulo am gestrigen Mittwoch (5.11.) veröffentlichte. Vertreter von Energieversorgern bestätigten, dass der Nationale Betreiber der Stromversorgung (Operador Nacional do Sistema Elétrico, kurz: ONS) über die Möglichkeiten alarmierte, dass mit Unterbrechungen der Stromversorgung im Sommer zu rechnen sei.

Laut ONS sei die Maßnahme notwendig, um die Wasserreserven während des ganzen Sommers auf einem Mindestniveau zu halten. Damit solle sichergestellt werden, die Metropolregionen auch während der Stoßzeiten versorgen zu können, wie die Zeitung Folha de São Paulo berichtete. Luiz Fernando Vianna, Präsident des Verbandes der privaten Stromerzeuger (Apine), bestätigte, dass sich der ONS während der letzten drei Treffen sehr besorgt darüber gezeigt habe, die Stromversorgung aufrechterhalten zu können.

Nach Veröffentlichung der Nachricht in der Folha habe sich der ONS an die Zeitung gewandt und die Information bestritten. In einer Mitteilung des ONS heiße es, dass die geschilderte Situation nicht der Realität der letzten Messungen entspreche, wie die Folha schreibt. Zwar seien die Wasserreserven im Südosten, im Zentrum-Westen und Nordosten des Landes sehr reduziert, doch „der Beginn der Regenzeit fällt normal aus“, teilte das ONS mit.

Nach den geringsten Niederschlägen seit 80 Jahren sind die Wasserreserven insbesondere im Südosten des Landes auf 18,03 Prozent gesunken – die geringste Quote seit 20 Jahren. Die Wasserreserven für die Stromversorgung der Metropolregion Sao Paulos liegen derzeit gar bei unter 12,2 Prozent (BrasilNews berichtete, 3.11.14) (ms)