Der niedrige Wasserstand der Stauseen bei Wasserkraftwerken sei kein Grund für den Stromausfall, heißt es. / Copyright: Wikimedia
Der niedrige Wasserstand der Stauseen bei Wasserkraftwerken sei kein Grund für den Stromausfall, heißt es. / Copyright: Wikimedia

Der niedrige Wasserstand der Stauseen bei Wasserkraftwerken sei kein Grund für den Stromausfall, heißt es. / Copyright: Wikimedia

In Teilen der Regionen Zentral-West, Südosten und Süden sowie im Staat Tocantins ist es am vergangenen Dienstag (4. Februar) kurz nach 14 Uhr Ortszeit zu einem Stromausfall gekommen. Insgesamt waren Verbraucher in elf Bundesstaaten betroffen. Die Ursache dafür ist laut Ministerium für Bergbau und Energie bis jetzt allerdings noch unklar. „Wir kennen die Gründe bislang nicht, die zu dem Ausfall im Netz zwischen den Bundesstaaten Tocantins und Goiás geführt haben, der staatlichen Netzanbieter untersucht den Fall derzeit“, sagte Márcio Zimmermann, Sekretär des Ministeriums für Bergbau und Energie, sinngemäß am vergangenen Dienstag.

Das brasilianische System zur Energieversorgung „arbeite ohne Probleme im Rahmen des normalen Ausgleichs zwischen Angebot und Nachfrage“, kommentierte er und erklärte außerdem, der Ausfall habe weder etwas mit einer Überbelastung des Systems zutun, oder den hohen Temperaturen, noch sei der Anstieg des Energieverbrauchs Schuld daran. Auch schloss der Minister bereits als Grund den niedrigen Wasserstand der Stauseen bei den Wasserkraftwerken aus.

Der Präsident des Unternehmens zur Energieforschung (EPE) Maurício Tolmasquim, der vom Energieministerium zum Thema hinzugezogen wurde, sagte, dass das Risiko eines solchen Falles stets existiere, wie es auch im Nordosten des Landes im vergangenen Jahr passiert sei. Damals sei es allerdings beinahe zu einem totalen Netzausfall gekommen, während beim aktuellen Fall das System offensichtlich funktioniere wie gesollt, ohne eine ganze Region vom Netz zu nehmen, was einen Dominoeffekt verursacht hätte. „Ich sage offensichtlich, da die Ursachen immer noch untersucht werden“, betonte Tolmasquim. Man müsse für solche Fälle vorbereitet sein, weil sie immer wieder passieren könnten. Es handele sich nicht um einen außergewöhnlichen Fall. „Aber ich kann bestätigen, dass Brasilien über ausreichend Überschussleistung an Energie verfügt.“ (ls)