Der Wasserstand der Stauseen für die Wasserkraftwerke haben ihren niedrigsten Stand seit Jahren erreicht. / Copyright:  Agência Brasil/ Wikimedia
Der Wasserstand der Stauseen für die Wasserkraftwerke haben ihren niedrigsten Stand seit Jahren erreicht. / Copyright:  Agência Brasil/ Wikimedia

Der Wasserstand der Stauseen für die Wasserkraftwerke haben ihren niedrigsten Stand seit Jahren erreicht. / Copyright: Agência Brasil/ Wikimedia

Durch die derzeitige extreme Dürre in den Stauseen der Wasserkraftwerke muss Brasilien auf die Energieerzeugung mittels seiner konventionellen Kraftwerken, ausgenommen der Nuklearkraftwerke, zurückgreifen. So erreichte die Erzeugung in den konventionellen Werken zu den Zeiten des maximalen Energieverbrauchs im Land zuletzt Rekordwerte, wie die Zeitung Folha de S.Paulo berichtet. Die Kosten für Energie aus einem konventionellen Kraftwerk können bis zu 50 Prozent über den Kosten für Energie aus einem Wasserkraftwerk liegen. Laut einer Berechnung der Zeitung Folha mit Daten des nationalen Netzbetreibers ONS (Operador National do Sistema Elétrico) erreichte die Tageslast in den konventionellen Kraftwerken zum ersten Mal in der Geschichte den monatlichen Durchschnittswert von 12.887 MW, wenn man nur die ersten zehn Tage des Februars in die Berechnung einbezieht. Zum Vergleich: Im Januar lag die durchschnittliche Tageslast bei 10.700 MW. Der aktuell erreichte Wert ist also um 20,4 Prozent größer als der Wert im Vormonat.

Damit liegt der Anteil der Stromerzeugung durch die konventionellen Kraftwerke Anfang diesen Februars im Schnitt bei 18,4 Prozent an der Gesamtproduktion des Landes, ein gutes Stück über dem durchschnittlichen Anteil von 16,1 Prozent im Januar. Betrachtet man die vergangenen Jahre, lag der durchschnittlich erreichte Rekordwert der Stromerzeugung durch dies Kraftwerke 2013 bei 11.862 MW, so gemessen im Mai. Zuvor wurde der monatliche Rekordwert mit 11.475 MW im November 2012 gemessen. Zu Zeiten dieser älteren Spitzenwerte waren die konventionellen Kraftwerke für etwa 20 Prozent der Stromerzeugung verantwortlich.

Der neue Spitzenwert für die Energieerzeugung in  den Kraftwerken wurde zu einer Zeit erreicht, zu der das Wasser in den Stauseen der Wasserkraftwerke im Südosten und in der Region Zentral-West auf dem niedrigstes Niveau für den Anfang des Februars lagen. Diese Regionen sind für 70 Prozent der Energieerzeugung in Brasilien verantwortlich. (ls)