Damit Brasilien international wettbewerbsfähiger wird, darf es keinen Anstieg der Stromkosten mehr geben, sagen Experten. / Copyright: Wikimedia Commons, Sturm
Damit Brasilien international wettbewerbsfähiger wird, darf es keinen Anstieg der Stromkosten mehr geben, sagen Experten. / Copyright: Wikimedia Commons, Sturm

Damit Brasilien international wettbewerbsfähiger wird, darf es keinen Anstieg der Stromkosten mehr geben, sagen Experten. / Copyright: Wikimedia Commons, Sturm

Die durchschnittlichen Stromkosten für die brasilianische Industrie sind in diesem Jahr von 358,77 Reais auf 360,72 Reais pro Megawattstunde (MWh) angestiegen nach der Anhebung um 6,33 Prozent, die von der nationalen Energieagentur genehmigt wurde. Die Daten wurden vom Industrieverband von Rio de Janeiro Firjan (Federação das Indústrias do Estado do Rio de Janeiro, kurz: Firjan) bekanntgegeben und können auf der Internetseite „Quanto custa a Energia Elétrica para a Indústria do Brasil?“ (Wie viel kostet der Strom für die brasilianische Industrie) eingesehen werden.

Trotz der Preiserhöhung bleibt Brasilien auf dem achten Platz im Ranking der 28 Länder mit den höchsten Stromkosten für die Industrie. Angeführt wird die Liste von Indien und Italien, wo die durchschnittlichen Stromkosten bei 596,96 Reais beziehungsweise 536,14 Reais pro MWh liegen. Der Verantwortliche für die Themen Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen bei Firjan, Cristiano Prado, sagte der brasilianischen Nachrichtenagentur Agência Brasil, dass seit Beginn des Jahres der Anstieg der Stromkosten bereits 23 Prozent ausmachten.

2012 lagen die Kosten im Schnitt noch bei 332 Reais pro MWh. Mit einem Rückgang um 20 Prozent im Januar 2013 ging der Preis dann zunächst auf 263 Reais runter und stieg anschließend über das Jahr um 11,5 Prozent an auf 293 Reais im Dezember 2013.

„Es besteht die Sorge, dass die Kosten in Brasilien noch weiter steigen werden. Energie ist für die Industrie ein fundamentaler Input. Wenn Brasilien wettbewerbsfähiger werden will, mehr Produkte weltweit verkaufen will und dabei noch günstiger, darf es keinen weiteren Preisanstieg beim Strom geben“, sagt Prado. (ls)