Nelson Leite (in der Mitte), Leiter des ABRADEE, spricht über die Tendenzen der brasilianischen Strompreise / Copyright: Agência Brasil
Nelson Leite (in der Mitte), Leiter des ABRADEE, spricht über die Tendenzen der brasilianischen Strompreise / Copyright: Agência Brasil

Nelson Leite (in der Mitte), Leiter des ABRADEE, spricht über die Tendenzen der brasilianischen Strompreise / Copyright: Agência Brasil

Laut neuster Studie des Brasilianischen Verbands für Energieversorgung ABRADEE (Associação Brasileira das Distribuidoras de Energia Elétrica) seien die Strompreise in Brasilien unter den günstigen und wettbewerbsfähigsten weltweit. Bei den 18 untersuchten Ländern habe Brasilien die viertgeringste häusliche Stromrechnung. Grund dafür sei die im vergangenen Jahr in Kraft getretene Provisorische Maßnahme 579, durch die sich die Kosten im Schnitt um 20 Prozent reduziert haben.

Im Jahr 2012 lagen die Strompreise in Brasilien noch an zwölfter Stelle. Jetzt liegt das Land nur noch hinter den USA, Frankreich und Finnland. Außer der Reduzierung der Strompreise für den häuslichen und industriellen Verbrauch wurden durch die MP 579 Lizenzversteigerungen im Sektor gefördert.

Nelson Leite zufolge, Leiter des ABRADEE, hätte der soziale Tarif eine besonders starke Wirkung auf die armen Regionen des Landes. Im Nordosten gäbe es die stärksten Reduzierungen, von 14 Prozent (von 387 Reais/MWh auf 332 Reais/MWh). Daran schließen sich der Norden (10 Prozent), der Südosten (3 Prozent), der Süden und der mittlere Wesen (mit jeweils 2 Prozent) an. Die durchschnittliche Reduzierung der Strompreise lag bei 5 Prozent.

Der ABRADEE führt regelmäßig internationale Tarifstudien durch, um die Auswirkungen auf das Familienbudget einzuschätzen, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und die Unterschiede unter den ausgewählten Ländern sowie unter den Regionen Brasiliens. (ds)