Noch ist unklar, wie hoch die Mehrkosten für die Energieerzeugung ausfallen. / Copyright: Wikimedia Commons, High Contrast
Noch ist unklar, wie hoch die Mehrkosten für die Energieerzeugung ausfallen. / Copyright: Wikimedia Commons, High Contrast

Noch ist unklar, wie hoch die Mehrkosten für die Energieerzeugung ausfallen. / Copyright: Wikimedia Commons, High Contrast

Der Direktor der Nationalen Energie-Agentur Aneel Romeu Rufino hat am vergangenen Donnerstag (13. März) bekannt gegeben, dass die Mehrkosten für die Energiegewinnung Anfang diesen Jahres erst 2015 auf die Verbraucher übertragen werden. Die Energieerzeugung ist in diesem Jahr besonders teuer, weil die Reserven in den Stauseen für die Wasserkraftwerke extrem zurückgegangen sind aufgrund ausbleibenden Regens. Deshalb musste mehr Strom importiert und teurere Kraftwerke hinzugeschaltet werden. Rufino sagte allerdings nichts dazu, ob sich die Verbraucherpreise mit einem Mal erhöhen, oder ob die Mehrkosten Schritt für Schritt übertragen werden. Der Direktor sagte, dass es noch nicht möglich sei, die Auswirkungen der Mehrkosten auf die Stromtarife im kommenden Jahr genau zu berechnen. „Und es wäre falsch, als Agentur darüber zu spekulieren.“

Um zu zeigen, dass er um die Aufklärung der Umstände bemüht ist, um die Stromvertreiber und Verbraucher vor hohen Abgaben zu schützen, erklärte er, dass die Lösung für das Defizit von 5,6 Milliarden Reais auf dem Konto zur Energieentwicklung (CDE) bereits gefunden ist. Wenn dieser Betrag nämlich über die Beiträge an den Fond gedeckt werde, die für jeden Stromvertreiber festgelegt sind, wolle der Staat einen zusätzlichen Beitrag von vier Milliarden Reais beisteuern.

Die Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Prognose über steigende Stromtarife die von Dilma Rousseff angekündigte Senkung der Tarife wieder aufheben wird. Die angekündigte Senkung steht im Zusammenhang mit der vorzeitigen Verlängerung der Verträge über Konzessionen von Unternehmen in der Energiebranche, die Ende 2012 bekannt gegeben wurde. Damals wurde die Senkung der Strompreise als eine der wichtigsten strategischen Schritte von Dilma Rousseff im Kampf um ihre Wiederwahl. (ls)