Studenten protestieren in Niterói / Copyright: Evandro Matheus/UOL

Studenten protestieren in Niterói / Copyright: Evandro Matheus/UOL

Im Umland von Rio de Janeiro haben Studenten der Bundesuniversität Fluminense (Universidade Federal Fluminense, kurz: UFF) in Niterói sechs Tage lang das Rektorat der Universität besetzt.

Sie wollten durch die Besetzung die Durchsetzung ihrer vorab gestellten Forderungen erreichen. Die Studenten verlangten unter anderem die Anstellung weiterer Professoren, strukturelle Verbesserungen und Assistenzstellen für Studenten. Außerdem forderten sie die Abschaffung der Studiengebühren für postgraduierte Studiengänge. Eine weitere Forderung der Studenten war die Einstellung eines Projekts, das den Bau einer Bahnlinie über den Campus der Universität vorsah. Dies würde zwar eine Verbesserung der Anbindung darstellen, produziere aber zu viel Lärm.

Nachdem die Studenten das Rektorat am Mittwoch (06.09.) wieder freigaben, unterzeichneten die Verantwortlichen der Universität alle studentischen Forderungen und garantierten deren Erfüllung. Der Sprecher des Studierendensekretariats (Diretório Central dos Estudantes, kurz: DCE) der Universität Silaedson Júnior gab an, dass der Rektor der Universität Roberto de Souza Salles versprochen habe, die Forderungen innerhalb eines Monats zu erfüllen. Man müsse jetzt alle möglichen finanziellen Mittel bereitstellen, um dieses Versprechen einzuhalten.

Motiviert waren die Studenten der UFF durch die Studentenproteste in Chile, die dort seit Monaten den Universitätsbetrieb auf Eis legen. In der letzten Woche waren die Proteste auch auf Brasilien, hier vor allem auf die Hauptstadt Brasília, übergeschwappt. (sg)