Auch das Gasangebot soll in den kommenden Jahren deutlich ansteigen. / Copyright: Wikimedia Commons

Eine vorläufige Studie zur Vorbereitung des neuen 10-Jahres-Plans 2024 des staatlichen Unternehmens zur Energieforschung (Empresa de Pesquisa Energética, kurz: EPE) legt nahe, dass die maximale Gasnachfrage bis 2024 um 47 Millionen Kubikmeter täglich steigen wird gegenüber 2015. Das würde einem Zuwachs von 47 Prozent entsprechen. So würde die Nachfrage aktuell von 100 Millionen Kubikmeter pro Tag auf eine potentielle Nachfrage von 147 Millionen Kubikmeter pro Tag ansteigen.

Die Studie geht zudem davon aus, dass das potentielle Angebot von Gas auf 54 Millionen Kubikmeter/ Tag wachsen wird, mit einem Plus von 49 Prozent verglichen zu 2015. Damit würde das derzeitige Angebot von 110 Kubikmetern/ Tag auf 164 Kubikmetern/ Tag steigen.

„Die Bilanz für Erdgas ist günstig“, erklärt der Präsident des EPE, Maurício Tolmasquim. Der Überschuss zu Beginn des Zeitraums 2015/2024 wird auf zehn Millionen m³/ Tag geschätzt und zum Ende auf 17 Millionen m³/ Tag. Dieser Überschuss kann jedoch bis auf 33 Millionen m³/ Tag steigen, wenn das Regasifizierungsterminal für Flüssigerdgas (LNG) in Pernambuco und Sergipe an das integrierte Netz angeschlossen wird, was bis zum Jahr 2020 erwartet wird.

Tolmasquim plant den Zehn-Jahres-Plan 2024 an das Ministerium für Bergbau und Energie bis Ende Juli oder Anfang August zu übergeben. Die vorgestellten Daten sehen auch vor, das Terminal für Regasifizierung am Hafen von Rio Grande einzubeziehen, um die Wärmekraftwerke zu bedienen, sowie den Anschluss einer Pipeline, um das Gas in der Region zu verkaufen. „Das Ministerium will die Pipeline. Wir liefern die Studie dazu, um eine Ausschreibung aufzusetzen“, so Tolmasquim. Die Inbetriebnahme des Terminals von Rio Grande ist für 2019 geplant. (ls)

Quelle: Agência Brasil