Die Ministerin für Sozialentwicklung Tereza Campello versucht die Ergebnisse zu erklären. / Copyright: Agência Brasil

Die Kinderarbeit ist laut einer landesweiten Studie in Brasilien im vergangenen Jahr angestiegen. Die Ministerin für Sozialentwicklung und den Kampf gegen Hunger, Tereza Campello, führt den Anstieg auf eine Schwankung der Stichprobe zurück.

„Wir müssen uns den Trend anschauen. Ich denke, das Jahr 2013 lag etwas abseits der Kurve mit einem starken Rückgang der Kinderarbeit. Die schlimmsten Formen der Kinderarbeit konnten abgebaut werden. Man erreicht jedoch ein Niveau, das resistenter ist und dieser Art von Schwankungen unterliegt. Ich denke, es handelt sich um eine Schwankung der Stichprobe. Ich habe keine Erklärung, die eine Steigerung der Anzahl von arbeitenden Kindern rechtfertigen würde“, sagte die Ministerin in ihrem Kommentar zu den Studienergebnissen.

Die Studie zeigt, dass die Ausbeutung von Kinderarbeit in Brasilien im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2013 angestiegen ist. Laut der Umfrage gab es im Jahr 2013 rund 3,188 Millionen arbeitende Kinder und Jugendliche im Alter von 5-17 Jahren, dieser Anteil stieg auf 3,331 Millionen im Jahr 2014. Jungen machen dabei zwei Drittel der Gesamtzahl aus.

Im Alter von 5-13 Jahren – hier verbietet das Gesetz die Arbeit – wurde der größte Anstieg registriert: 15,5 Prozent bei den Fünf- bis Neunjährigen und 8,5 Prozent bei den 10- bis 13-Jährigen. Der Anstieg der Kinderarbeit zwischen 14 und 15 Jahren stieg dagegen nur um 5,6 Prozent. (ls)

Quelle: Agência Brasil