Die neue Studie über „vergessene Schulen“  hebt hervor, dass es 508 dieser Schulen in ländlichen Gebieten Brasiliens gibt / Copyright: Agência Brasil
Die neue Studie über „vergessene Schulen“  hebt hervor, dass es 508 dieser Schulen in ländlichen Gebieten Brasiliens gibt / Copyright: Agência Brasil

Die neue Studie über „vergessene Schulen“ hebt hervor, dass es 508 dieser Schulen in ländlichen Gebieten Brasiliens gibt / Copyright: Agência Brasil

Laut neuer Studie „Vergessene Schulen“ (Escolas Esquecidas), die durch das CNA-Institut in Verbindung mit dem Verband für Landwirtschaft und Versorgung herausgebracht wurde, gibt es in Brasilien 508 Schulen im ländlichen Raum, die sehr schlechte Ausstattung vorweisen, mit geringer Erfolgsquote und einer hohen Quote an Schulverweigerern. Die Mehrheit dieser Schulen befindet sich im Norden und im Nordosten des Landes.

Die Studie basiert auf den Daten der Schulzählung von 2012 und hebt Institutionen hervor, die weder Bibliothek, Computer, Fernseher, SAT-Antennen, Videorekorder, DVD-Player, gefiltertes Wasser, sanitäre Grundausrüstung noch Strom haben. Fast 40 Prozent der Schüler sind Sitzenbleiber und 23 Prozent brachen die Schule ab. Im Vergleich dazu liegt die Bestehensrate bei den restlichen Schulen im Land bei 83 Prozent, die Abbruchrate bei 3,8 Prozent in der Grundbildung und bei 10,2 Prozent in der mittleren Bildung.

Probleme sind beispielsweise, dass diese Schulen oft abgelegen und schlecht erreichbar sind. Das bringe auch mit sich, dass Ausstattungsmaterial oder Ressourcen schwierig an diese Orte transportiert werden können. Das betrifft ebenso frische Lebensmittel, wodurch oft auf haltbare zurückgegriffen werden würde. Einige Schulen liegen in der Nähe von Flüssen und sind stark klimatischen Veränderungen ausgesetzt. Ein weiteres Problem ist die Qualifizierung von Lehrkräften.

Der Sekretär des CNA-Instituts, Og Arão, kommentierte, dass die Erhebung die Aufmerksamkeit auf die sogenannten „vergessenen Schulen“ lenkt, deren Dunkelziffer noch erheblich höher sei. Auch seien die Schulen besonders wichtig für die Bildung der Landbevölkerung und das Bleiben dieser in den Gebieten. Die Sekretärin für Weiterbildung, Alphabetisierung, Vielfalt und Integration, Macaé Evaristo, betonte: „Kein Kind in diesem Land darf ohne Schulausbildung bleiben. Auf dem Land ist die doppelte Aufmerksamkeit nötig. Unabhängig vom Ort, in dem das Kind geboren ist, muss es Zugriff auf Bildung und vor allem auf eine qualitativ hochwertige haben.“ (ds)