Chaotische Straßenverhältnisse sind für viele ein Hauptproblem, wenn sie mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs sind. / Copyright: Agência Brasil

Die Mehrheit der Fahrradfahrer in zehn Metropolregionen Brasiliens nutzt ihr Gefährt als Transportmittel, zum Beispiel um zur Arbeit zu kommen (88,1 Prozent). Damit sind sie fünf oder mehr Tage in der Woche mit ihrem Fahrrad unterwegs. Das zeigt die Studie „Das Profil des brasilianischen Fahrradfahrers“ von den Nicht-Regierungsorganistionen „Observatório das Metrópoles“ und „Transporte Ativo“.

Die Studie belegt, dass 61,8 Prozent der Befragten ihr Fahrrad seit mindestens fünf Jahren als Transportmittel nutzen, und dass 26,4 Prozent der Radfahrer diese Art der Fortbewegung mit anderen Transportmitteln kombinieren (Bus und U-Bahn). Der größte Teil (56,2 Prozent) braucht zwischen 10 und 30 Minuten für seine Strecken und ist zwischen 25 und 34 Jahre alt (34,3 Prozent). Das Einkommen beträgt dabei zwischen einem und zwei Mindestlöhnen (30 Prozent).

Die Umfrage, die zwischen August und September dieses Jahres durchgeführt wurde, geht auf das Einkommen, die Ausbildung, Motivation und die wichtigsten Zielorte der befragten Radfahrer ein. Mehr als 5000 Radfahrer wurden in den Städten Aracaju (SE), Belo Horizonte (MG), Brasília (DF), Manaus (AM), Niterói (RJ), Porto Alegre (RS), Recife (PE), Rio de Janeiro (RJ), Salvador (BA) und São Paulo (SP) befragt.

Dabei stellte sich heraus, dass der Hauptgrund für die Befragten bei der Nutzung des Fahrrads die Geschwindigkeit und Bequemlichkeit (42,9%) ist. Gleichzeitig nannten 34,6 Prozent der Befragten den chaotischen Verkehr als Hauptproblem im Alltag. Die Hälfte der Befragten sagte, dass mehr Fahrradwege die Motivation steigern würden, sich noch öfter aufs Rad zu schwingen. (ls)

Quelle: Agência Brasil