Planungsministerium will die Berichte einer steigenden Steuerlast dementieren. / Copyright: Wikimedia Commons, Eurico Zimbres

Eine Studie des Planungsministeriums will die Berichte demontieren, laut denen die Steuerlast in Brasilien kontinuierlich ansteigt, um die immer weiter ansteigenden Kosten zu bestreiten von einem Staat, der überaus freizügig ist – wie der Estado de S.Paulo schreibt. Laut der Studie ist die Steuerlast nicht weiter gestiegen und das schon seit einiger Zeit, und würde man genauer hinschauen, sei die Last sogar gesunken.

Die Veröffentlichung zeigt, dass die Steuerlast im vergangenen Jahr genauso hoch war wie 2005. Betrachtet man allein die Bundessteuerlast, ist diese im betrachteten Zeitraum sogar gesunken. Würde man die Einnahmen durch den Kündigungsschutzfonds FGTS und durch das Systems S (der Einrichtungen wie Sesi, Senai und Senac), die keine öffentlichen Ausgaben finanzieren, herausrechnen, liegt die Steuerlast des Bundes vom vergangenen Jahr auf dem gleichen Niveau wie 2004.

Kurz gesagt: Ein Teil des Widerstands gegen die Finanztransaktionssteuer CMPF und andere finanzpolitische Maßnahmen leitet sich, wie der Estadão schreibt, von der Idee einer unkontrollierten Ausweitung der Kosten auf die Steuerzahler ab. Die Studie des Planungsministeriums stehe nun diesem Argument frontal entgegen.

In konkreten Zahlen: Die Steuerlast brasilienweit lag 2014 bei 33,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), ähnlich fiel der Anteil in 2005 aus mit 33,6 Prozent. Die Bundessteuerlast lag im vergangenen Jahr dagegen nur bei 22,9 Prozent, während der Anteil 2005 23,4 Prozent betrug – was einen relativen Anstieg der Steuerlast von Seiten der Bundesländer und Gemeinden zeigt. (ls)

Quelle: Estadão