Aus der neuen ITO-Bildungsstudie geht hervor, dass viele brasilianische Jugendliche nicht angemessen für ihre Arbeitsplätze qualifiziert sind / Copyright: Agência Brasil
Aus der neuen ITO-Bildungsstudie geht hervor, dass viele brasilianische Jugendliche nicht angemessen für ihre Arbeitsplätze qualifiziert sind / Copyright: Agência Brasil

Aus der neuen ITO-Bildungsstudie geht hervor, dass ein Teil der brasilianischen Jugendlichen nicht angemessen für ihre Arbeitsplätze qualifiziert sind. / Copyright: Agência Brasil

Laut neuster Studie der Internationalen Arbeiterorganisation (ITO), die am Dienstag (16.12.) veröffentlicht wurde, ist die weiterführende Bildung eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Millionen von Jugendlichen in Entwicklungsländern eine angemessene Arbeit finden. Als Basis des ITO-Berichts wurden Daten von 28 Ländern zwischen den Jahren 2012 und 2013 ausgewertet.

Laut Angaben des Berichts haben 83 Prozent der Jugendlichen, die eine Universität besucht oder einen anderen technischen Kurs absolviert haben, auch entsprechende Arbeitsstellen bekommen. Die mittlere Reife ist dabei laut der Ergebnisse nicht ausreichend, um die besten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt vorzufinden. Theo Sparreboom, Verantwortlicher der Studie, betonte dabei, wie wichtig deshalb Investitionen in eine qualitativ hochwertige Bildung seien. „Geringe Bildung bedeutet oft Armut über Generationen, da weniger qualifizierte Arbeiter auch geringere Gehälter erhalten und nicht fähig sind, ihren Kindern eine bessere Ausbildung zu finanzieren.“

Brasilien ist im Bericht unter den Ländern mit mittlerem Einkommen gelistet, neben Kolumbien, Peru, Jordanien, Makedonien und Tunesien. Der Index der Arbeitslosigkeit bei brasilianischen Jugendlichen zwischen 15 und 29 Jahren liegt bei 20 Prozent, in Peru oder Kolumbien beispielsweise sind es weniger.

Ein positiver Fakt Brasiliens ist, dass bei der untersuchten Zielgruppe der Anteil der Personen mit weniger als der Grundbildung fast bei null liegt. Allerdings haben nur sechs Prozent der Brasilianer zwischen 15 und 29 Jahren eine Hochschulbildung. Ein Problem ist dabei zum Teil, dass die Jugendlichen mit ihren Qualifikationen nicht für die entsprechende Arbeitsstelle vorbereitet sind. So sind 16,9 Prozent für ihren Posten überqualifiziert, 59 Prozent haben angemessene Arbeitsplätze und 24,1 Prozent befinden sich in Positionen, für die sie nicht vorbereitet sind. (ds)