Durch das Projekt soll allen Brasilianern der Zugang zu Literatur ermöglicht werden / Copyright: Agência Brasil
Durch das Projekt soll allen Brasilianern der Zugang zu Literatur ermöglicht werden / Copyright: Agência Brasil

Beim Kauf von Büchern zeigen sich viele Brasilianer zurückhaltend / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Kreditsicherheitsservice (Serviço de Proteção ao Crédito, kurz: SPC Brasil) veröffentlichte gestern (22.10.) eine Studie aus der hervorgeht, dass 88 Prozent der Brasilianer beim Kauf von Produkten zwar ein moderates Verhalten aufweisen. Dass aber ebenso Kaufimpulse stattfinden, sodass fast jeder zweite Brasilianer (47 Prozent) bereits einmal Güter gekauft hat, die er niemals gebrauchte.

Gemeinsam mit dem Nationalen Bund der Einzelhändler (Confederação Nacional de Dirigentes Lojistas, kurz: CNDL) untersuchte der SPC das Kaufverhalten der brasilianischen Bürger. So gab zwar der Großteil der Befragten an, verantwortungsvoll einzukaufen, doch ganze 62 Prozent erklärten fast im gleichen Atemzug, dass sie sich bereits über den Kauf von überflüssigen Gütern des nächstes Monats Gedanken machten, bevor sie ihr Gehalt erhalten haben. Außerdem haben bereits 59 Prozent der Interviewten angegeben in ihrem bereits mindestens einmal ein Produkt gekauft zu haben, welches sie sich eigentlich nicht leisten konnten und welches über einen langen Zeitraum finanziert werden musste.

Der Mitarbeiter der SPC Flávio Borges erklärte, dass vor allem die neue brasilianische Mittelklasse, die sich in den vergangenen Jahren herausgebildet hat über Statussymbole identifiziert. Dies sei ein bekannter Effekt, der immer dann auftrete, wenn jemand in eine höhere soziale Schicht aufsteigt: um sich selbst, Freunden oder der Familie zu imponieren würden nutzlose Luxusgüter gekauft.

Borges warnte jedoch  davor, dass es aufgrund von fehlendem Wissen über den  Finanzsektor zu Verschuldungen komme. Vor allem junge Brasilianer seien davon betroffen. (sg)