Der Brasilianische Industrieverband (CNI) korrigierte die Zahlen für die wirtschaftlichen Prognosen / Copyright: CNI

Logo des Brasilianischen Industrieverbandes (CNI) / Copyright: CNI

Die erste Studie über die Brasilianische Gesellschaft (Termômetros da Sociedade Brasileira) in diesem Jahr, die gestern (28.03.) vom Nationalen Industrieverband Brasiliens (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI) veröffentlicht wurde, zeigt einen hohen Index der Zufriedenheit der Menschen mit ihrem aktuellen Leben. Obwohl es im März im Vergleich zum Dezember zu einem geringen Rückgang kam, sind die Ergebnisse insgesamt sehr positiv.

Die Studie wertet auch Daten über die Angst vor Beschäftigungslosigkeit aus: Der Wert für März liegt hier bei 73,5 Punkten, d.h. 3,9 Prozent niedriger als im Dezember 2011. Das bedeutet, dass die Brasilianer im Allgemeinen optimistischer mit der Stabilität des brasilianischen Arbeitsmarktes sind. Je niedriger der Wert ist (Höchstwert 100), desto geringer ist die Sorge der Brasilianer bezüglich Arbeitslosigkeit.

Nach Angaben des CNI würden diese Zahlen zeigen, dass die weltweite Wirtschaftskrise die Bevölkerung noch nicht erreicht hat, obwohl sie Auswirkungen auf die Industrie des Landes mit sich bringt. Der CNI erklärt das Ergebnis damit, dass trotz des Rückgangs des Wirtschaftswachstums die Schaffung von Arbeitsplätzen ansteigt, somit auch die Einkommen und die Kreditfähigkeit steigen. Das wirkt sich positiv auf die Konsumbereitschaft aus. Ein weiterer Faktor ist das Wachsen der brasilianischen Mittelschicht, das dem Binnenmarkt ebenso Impulse gibt.

Die Bevölkerung, die am stärksten mit ihrem Leben zufrieden ist, sind die Personen aus dem Südosten. Der Index von 106,6 blieb im Vergleich zu Dezember 2011 nahezu stabil (106,1). Der Optimismus ist außerdem höher (106,1) bei Bewohnern von Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern.

Was die Sorge um Arbeitslosigkeit betrifft, so konnte der geringste Index im Nordosten Brasiliens festgestellt werden (71,8). (ds)