Flávio Castelo Branco stellte in Brasília die Ergebnisse einer Studie zum Stimmungsbild über Dilma Rousseffs Amtstätigkeiten vor. / Copyright: Agência Brasil

Flávio Castelo Branco stellte in Brasília die Ergebnisse einer Studie zum Meinungsbild über Dilma Rousseffs Amtstätigkeiten vor. / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Bevölkerung ist nach mehr als einem halben Jahr Amtszeit der Präsidentin Dilma Rousseff insbesondere mit der Bekämpfung des Hungers und der Armut zufrieden. Dagegen sehen Brasilianer in den Bereichen Gesundheit, Steuern und öffentliche Sicherheit noch Handlungsbedarf.

Zu diesen Ergebnissen kam eine Studie des Brasilianischen Industrieverbandes  (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI) und des brasilianischen Instituts für öffentliche Meinung und Statistik (Instituto Brasileiro de Opinião Pública e Estadística, kurz: IBOPE), die gestern (10.08.) in Brasília vorgestellt wurde.

Der Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik des CNI, Flávio Castelo Branco, betonte, dass die Bevölkerung großes Vertrauen in Rousseffs Regierung habe und mit der Arbeitsmarkt- und Umweltpolitik zufrieden sei. Dennoch ist die Kritik gegenüber der Zinspolitik der Präsidentin stark gestiegen. Während sich im März noch die Hälfte der Befragten die Staatschefin in dieser Frage unterstützend und die andere Hälfte ablehnend positionierten, so lassen sich aktuell die Gegner mit einer Anzahl von 63% und die Befürworter mit 29% beziffern. Dies könne laut Castelo Branco vor allem an den Zinserhöhungen liegen, die kürzlich eingeführt wurden.

Negativ abgeschnitten haben außerdem die Bereiche Bildung und die Bekämpfung der Inflation. In beiden Segmenten waren jeweils über die Hälfte der Teilnehmer der Studie mit der Politik ihrer Präsidentin unzufrieden.

Castelo Branco zufolge repräsentieren die Daten eine normale Tendenz. So sei es üblich, dass eine Regierung, deren Amtszeit vor kurzem begann, anfangs große Popularität genieße, diese aber mit der Zeit abnehme. (gp)