Rund 1,1 Milliarden Reais haben die öffentlichen Haushalte an Subventionen für die WM bisher ausgegeben. / Copyright: Agência Brasil
Rund 1,1 Milliarden Reais haben die öffentlichen Haushalte an Subventionen für die WM bisher ausgegeben. / Copyright: Agência Brasil

Rund 1,1 Milliarden Reais haben die öffentlichen Haushalte an Subventionen für die WM bisher ausgegeben. / Copyright: Agência Brasil

Die kommende Fußball-Weltmeisterschaft hat den brasilianischen Haushalt bisher rund 1,1 Milliarden Reais (362 Millionen Euro) an Steuererleichterungen und Subventionen gekostet. Dies teilte der brasilianische Bundesrechnungshof (Tribunal de Contas da União, kurz: TCU) am vergangenen Mittwoch (28.5.) mit.

Laut dem Bericht des TCU sind an Subventionen insgesamt 500 Millionen Reais (rund 165 Millionen Euro) in den Bau von Stadien, 138 Millionen Reais (45 Millionen Euro) in den Ausbau des Verkehrssystems, rund 37 Millionen Reais (etwa 12 Millionen Euro) in das Tourismus-Programm Procopa Turismo und 466 Millionen Reais (rund 150 Millionen Euro) in die Organisation des Wettkampfs geflossen.

Laut TCU sind die Steuererleichterungen und Subventionen in Form von Krediten mit Zinsen weit unter dem Marktwert vergeben worden. Insgesamt hätten die öffentlichen Banken (Nationale Entwicklungsbank (BNDES), Caixa, Banco do Brasil, Banco do Nordeste do Brasil und Banco da Amazônia) zwischen den Jahren 2010 und 2013 rund 5,6 Milliarden Reais (1,84 Milliarden Euro) an Krediten zu vergünstigten Konditionen in Projekte der WM investiert, wodurch Mindereinnahmen von rund 1,1 Milliarden Reais entstanden.

Die Steuererleichterungen für WM-Projekte werden bis 2015 ein Gesamtvolumen von rund 522,9 Millionen Reais betragen, wie der Estado de São Paulo berichtet. Offen sei zudem, in welcher Höhe die steuerlichen Vergünstigungen die WM-Projekte in den kommenden Jahren ausfallen, wie der TCU im Bericht mahnt.

Wie die Onlineausgabe des Estado de São Paulo berichtet, sind die Steuerleichterungen auf Forderung der Fifa erfolgt. Diese hatte von den Regierungen von Bund, Ländern und Gemeinden ein stärkeres Engagement im Bau von Stadien sowie dem Ausbau der Infrastruktur im Bereich der Telekommunikation, des Tourismus und der Öffentlichen Sicherheit gefordert. (ms)