Robson Braga de Andrade sorgt sich um den Industriesektor / Copyright: Agência Brasil

Robson Braga de Andrade sorgt sich um den Industriesektor / Copyright: Agência Brasil

Gestern (25.20.) wurde über mögliche Maßnahmen diskutiert, wie man der Region Lateinamerika zu einer stärkeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit verhelfen könne und sie damit gegen Weltwirtschaftskrisen zu wappnen. Vertreter industrieller Institutionen des gesamten südamerikanischen Kontinentes suchten Lösungen und kamen zu dem Schluss, dass insbesondere durch ein Wachstum des Handels untereinander, das allgemeine Wirtschaftswachstum in der Region beibehalten werden könne.

Das Zusammentreffen wurde von der Vereinigung der lateinamerikanischen Industriellen (Associação dos Industriais Latinoamericanos, kurz: ALIA) initiiert. Henry Kronfle, der Vorsitzender der Institution, hat in den Gesprächen die Vermittler-Rolle zwischen den Teilnehmern übernommen. Der ecuadorianische Unternehmer sprach sich zudem für gemeinsame Initiativen aus und betonte, dass diese eine gute Möglichkeit seien, die Entwicklung für die lokale Industrie zu steigern. „Wir müssen wissen, was unsere Industrie produziert und warum wir einige Produkte eben dieser Industrie, die wir eigentlich brauchen, dort nicht kaufen“, betont Kronfle. Nur auf diese Weise werden die Unternehmen gestärkt. Weiterhin hält er den Industrie-Sektor als unabdingbar für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen in den Ländern Südamerikas. Außerdem gäbe es keine gesunde Wirtschaft ohne einen gesunden Industrie-Sektor.

Der Präsident des Instituts für Studien industrieller Entwicklung (Instituto de Estudos para o Desenvolviemento da Indústria, kurzIEDI) Pedro Luiz Passos, betonte die hohe Bedeutung des Industrie-Sektors, machte die Unternehmer aber auch darauf aufmerksam, dass der Anteil dieses Sektors immer mehr zurückgeht. Der Vorsitzende des brasilianischen Industrieverbandes (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI), Robson Braga de Andrade, zeigt sich besorgt und sieht die wirtschaftliche Integration der Region als Lösung an. „Südamerika verfügt über eine enorm große Bevölkerung und einen interessanten Markt“, so de Andrade. (gp)