Der Landwirtschaftsminister Mendes Ribeiro über die Vermeidung neuer Embargos / Copyright: Agência Brasil

Der Landwirtschaftsminister Mendes Ribeiro über die Vermeidung neuer Embargos / Copyright: Agência Brasil

Südkorea gab gestern (18.12.) das Embargo auf brasilianische Rindfleischkonserven bekannt, da die Möglichkeit bestünde, dass diese durch die Krankheit Bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) verseucht sind. Mit Südkorea sind es bereits sechs Länder, die die Importe von Fleisch aus Brasilien eingestellt haben: China, Japan, Südafrika, Saudi-Arabien und Ägypten importieren kein Fleisch mehr aus dem Bundesstaat Paraná. Der Grund: Anfang des Monats informierte das Landwirtschaftsministerium Brasiliens darüber, dass bei einer Kuh aus Paraná, die 2010 gestorben war, die Krankheit BSE festgestellt wurde. Für die brasilianische Regierung gefährde dieses Ereignis allein allerdings weder die öffentliche Gesundheit noch die Gesundheit der Tiere.

Bei den Ländern, die das Embargo verhängt haben, handele es sich zwar nur um kleine Importeure, Brasilien muss aber trotzdem mit Einbußen rechnen. Von Januar bis Oktober hat Südkorea 15 Tonnen brasilianisches Fleisch im Wert von 48.400 US-Dollar gekauft. Südafrika importierte 293 Tonnen und Japan 1.300 Tonnen im gleichen Zeitraum. Das Land mit den höchsten Importen ist Saudi-Arabien: 30.000 Tonnen für 143,4 Millionen US-Dollar.

Nun versuchen Spezialisten mit den Handelspartnern Brasiliens in Kontakt zu treten und genaue Informationen zu hinterfragen, damit neue Embargos in Zukunft vermieden werden können, so der brasilianische Landwirtschaftsminister Mendes Ribeiro. (ds)