Das Finanzzentrum des wirtschaftlich starken São Paulo / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Jurema Oliveira

Das Finanzzentrum des wirtschaftlich starken São Paulo / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Jurema Oliveira

Im ersten Jahr der neuen Regierungen der Regionen Südosten und Süden Brasiliens konnten die Bundesstaaten São Paulo, Minas Gerais und Rio Grande de Sul Überschüsse erwirtschaften und um 5,08 Milliarden Reais (rund 2,21 Milliarden Euro) steigern. Diese Leistung ging mit einer Reduktion der staatlichen Investitionen einher, die von 7,57 Milliarden (ca. 3,29 Milliarden Euro) auf 4,74 Milliarden Reais (etwa 2,06 Milliarden Euro) gefallen sind.

Der Bundesstaat São Paulo konnte im ersten Halbjahr des laufenden Jahres einen Anstieg der Überschüsse um 7,8 Prozent verzeichnen. In Minas Gerais wurde zwischen Januar und Juni dieses Jahres ein Zuwachs von 3,27 Milliarden Reais (ca. 1,42 Milliarden Euro) gemessen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein Plus von 25 Prozent. In dem im Süden gelegenen Bundesstaat Rio Grande de Sul ist mit 46,3 Prozent der höchste Anstieg des Überschusses erzielt worden.

Laut Pedro Pettersen, Professor der Wirtschaftsfakultät der Katholischen Universität (Pontífica Universidade Católica, kurz: PUC) in Minas Gerais, sollten sich die Regierungen der südlichen Region Brasiliens mit den staatlichen Ausgaben zurückhalten, so wie es derzeit auch auf der Bundesebene gehandhabt werde. Petterson betonte, dass es eine viel größere Hilfe wäre, die staatlichen Ausgaben zu kürzen, statt den Leitzins zu senken, eine Maßnahme, die kürzlich von der brasilianischen Zentralbank (Banco Central, kurz: BC) realisiert wurde. (gp)