Paulo Cézar Custódio, Teilnehmer der Tauschbörse in Brasília / Copyright: Agência Brasil

Paulo Cézar Custódio, Teilnehmer der Tauschbörse in Brasília / Copyright: Agência Brasil

Am Wochenende fand in der brasilianischen Hauptstadt Brasília ein Tauschmarkt statt, der sogenannte Escambau, auf dem der Verkauf und Kauf von Produkten ausdrücklich verboten ist. Die Teilnehmer können stattdessen Dinge, die sie nicht mehr brauchen, mitnehmen und gegen Gegenstände ihres Interesses tauschen. Das Projekt ist eine Initiative des Sozial- und Umweltverbandes Trilha Mundos und zielt auf die Förderung der Prinzipien nachhaltiger und integrativer Wirtschaft ab. Bereits seit sechs Jahren ist dieses Projekt erfolgreich.

„Es ist eine Form von sozialer Eingliederung. Auf einem Markt, wo kein Geldverkehr existiert, nimmt man etwas, das man nicht mehr braucht und tauscht es gegen eine andere Sache“, erklärt Cláudia Sachetto, Organisatorin der Escambau und Leiterin der Trilha Mundos. Auch hätte die Initiative für die Umwelt eine große Bedeutung, da gebrauchte Dinge weiterverwendet und nicht weggeworfen werden.

Sílvia Alcântara Picchioni, Sekretärin des Brasilienforums für NGOs und soziale Bewegungen für Umwelt und Entwicklung FBOMS (Fórum Brasileiro de ONGs e Movimentos Sociais para o Meio Ambiente e o Desenvolvimento), teilt die Meinung Sachettos. Initiativen wie dieser Tauschmarkt seien besonders wichtig, um die Möglichkeit zur Wiederverwertung von Dingen zu unterstützen. Auch sei der Solidaritätsaspekt nicht zu unterschätzen.

Um den Interessenten den Zugang zum Markt zu erleichtern, war keine Anmeldung nötig. Zeit und Veranstaltungsort der Tauschbörse wurden auf der Homepage des Verbands Trilha Mundos bekanntgegeben. (ds)