Vertreter der Textilindustrie wollen auf die ungerechte Konkurrenz aus anderen Ländern aufmerksam machen / Copyright: Agência Brasil
Vertreter der Textilindustrie wollen auf die ungerechte Konkurrenz aus anderen Ländern aufmerksam machen / Copyright: Agência Brasil

Vertreter der Textilindustrie wollen auf die ungerechte Konkurrenz aus anderen Ländern aufmerksam machen / Copyright: Agência Brasil

Vertreter der Textilindustrie stellten kürzlich als Ausdruck ihres Missmutes 150 Kreuze an der Avenida Otto Baumgarten in São Paulo auf, die für die 14.000 in den letzten zwölf Monaten abgebauten Arbeitsplätze in der Branche stehen sollen. Dieser Ort wurde bewusst gewählt, da dort ein Markt mit chinesischen Produkten stattfindet. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Regierung und der Gesellschaft auf sich zu ziehen, dass die Konkurrenz zwischen der brasilianischen und chinesischen Industrie ungerecht ist.

Laut Angaben des Leiters des brasilianischen Verbandes für Textil- und Bekleidungsindustrie ABIT (Associação Brasileira da Indústria Têxtil e de Confecção), Fernando Valente Pimentel, stelle Brasilien den viertgrößten Hersteller von Kleidung und den fünftgrößten für Textilien dar, allerdings würde die Produktion einheimischer Marken bereits jährlich gesehen zum vierten Mal in Folge aufgrund von ungleicher Konkurrenz aus anderen Ländern an Größe verlieren. Ungleich sei die Konkurrenz vor allem, da in den konkurrierenden Ländern die Regelungen anders sind, die Arbeiter, Steuerabgaben, Sozialabgaben und Umwelt betreffen.

Seit einem Jahr hätte die Branche bereits einen Vorschlag zur Steuererleichterung der Bekleidungsindustrie vorliegen, von der jegliche Firmen der Branche im Land profitieren würden. Sollte dieses Programm durchgesetzt werden, schaffe man mehr als 597.000 Arbeitsstellen und die Produktion steige um 117 Prozent an. Pimentel merkte weiterhin an, dass die Importe von Bekleidung im letzten Jahrzehnt 25 Mal gestiegen seien. Von Januar bis September dieses Jahres wuchsen die Importe um 5,7 Prozent und die Exporte fielen um 6,1 Prozent. Aus diesem Grund appellierte er auch an den brasilianischen Verbraucher beim Kauf dieser Produkte genau hinzuschauen, wo sie produziert wurden. (ds)