Im Bundesstaat Tocantins darf nun auch genveränderte Baumwolle angebaut werden / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei
Im Bundesstaat Tocantins darf nun auch genveränderte Baumwolle angebaut werden / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Im Bundesstaat Tocantins darf nun auch genveränderte Baumwolle angebaut werden. / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Gestern (15.01.) wurde im brasilianischen Bundesanzeiger Diário Oficial da União veröffentlicht, dass der Bundesstaat Tocantins im Norden des Landes die Genehmigung für die Anpflanzung gentechnisch veränderter Baumwolle erhalten hat.

Im Jahr 2005 wurde der Anbau dieser Art von Baumwolle durch das brasilianische Unternehmen für Agrarforschung EMBRAPA (Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária) in Teilen Brasiliens verboten, zu dem auch dieser Bundesstaat gehörte. Ziel des EMBRAPA war es damals, den Anbau von einheimischer beziehungsweise wilder Baumwolle zu erhalten und Kreuzungen zu vermeiden. In der entsprechenden Verordnung wurden allerdings schon damals mögliche Gebiete aufgelistet, die aus der Zone wieder herausgenommen werden oder aber zur Zone hinzukommen könnten.

Die Technische Kommission für Biosicherheit CTNBio (Comissão Técnica Nacional de Biossegurança) hat nun ein Gutachten erstellt, der dem Bundesstaat dazu verholfen hat, aus der Sperrzone ausgenommen zu werden. Laut Angaben des Sekretariats für Landwirtschaft und Versorgung von Tocantins verspreche man sich von dieser Maßnahme die Erweiterung der Produktion von 5.000 auf 40.000 Hektar noch in diesem Jahr. Für die Genehmigung hatte die Landesregierung argumentiert, dass die Erweiterung zur Entwicklung der Region beitragen könne sowie zu einer besseren Kontrolle über den Schädling helicoverpa armigera, der die Ernten stark beeinträchtigt. (ds)