Der Präsident der SINICON sehe keine Gefahr, dass durch die Proteste im Land Investoren für neue Baumaßnahmen abspringen könnten / Copyright: SINICON
Der Präsident der SINICON sehe keine Gefahr, dass durch die Proteste im Land Investoren für neue Baumaßnahmen abspringen könnten / Copyright: SINICON

Der Präsident der SINICON sehe keine Gefahr, dass durch die Proteste im Land Investoren für neue Baumaßnahmen abspringen könnten / Copyright: SINICON

Rodolpho Tourinho, der Präsident der brasilianischen Gewerkschaft für Bauindustrie SINICON (Sindicato Nacional da Indústria da Construção Pesada), äußerte sich gestern (04.07.) zu den derzeitigen Demonstrationen im Land. Seiner Meinung nach hätten Ausfälle im Land, wie die Blockierung von Autobahnen durch Lastwagen, auf die zukünftigen Konzessionen für Eisenbahnstrecken, Autobahnen, Häfen und im Bergbau keine Auswirkungen. So müsse man laut Tourinho nicht mit dem Abspringen derzeit interessierter Investoren für den Aufbau der Infrastruktur des Landes rechnen.

Tourinho fände nicht die Demonstrationen alarmierend, sondern eher die äußeren Umstände. In diesem Zusammenhang wies er auf die wirtschaftliche Situation der Vereinigten Staaten hin, die auch auf andere Länder Einfluss habe. Mit der Erhöhung der Zinsen durch die US-Notenbank hätte sich der Wert des Dollars in Brasilien und in anderen Schwellenländern erhöht.

Tourinho hatte sich gestern mit dem brasilianischen Finanzminister Guido Mantega getroffen, um über den Prozess der Konzessionen der privaten Initiative für die Eisenbahnstrecke zwischen Açailândia (Bundesstaat Maranhão) und Barcarena (Bundesstaat Pará) zu sprechen. Der Bau dieser 477 Kilometer langen Strecke ist Teil des Investitionsprogramms für die Logistik des Landes, das im vergangenen Jahr von der Regierung bekanntgegeben wurde. Über Details zum Voranschreiten des Projektes äußerte sich Tourinho noch nicht. (ds)