Touristen am Flughafen in Rio de Janeiro. / Copyright: Agência Brasil
Touristen am Flughafen in Rio de Janeiro. / Copyright: Agência Brasil

Touristen am Flughafen in Rio de Janeiro. / Copyright: Agência Brasil

Brasilianische und ausländische Touristen werden während der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien insgesamt 25,2 Milliarden Reais (rund 8,2 Milliarden Euro) ausgeben. Dies geht auf Schätzungen der staatlichen Agentur für Tourismus, Embratur, zurück.

Die Schätzung der Embratur entspricht dabei dem 28-fachen Wert, den die Touristen während des  vergangenen Weltjugendtages der Katholischen Kirche in Rio de Janeiro im Juli 2013 ausgegeben haben. Berechnungen von Wissenschaftlern der Bundesuniversität Fluminense (Universidade Federal Fluminense, kurz: UFF) hatten ergeben, dass im Laufe des Pabstbesuches die 1,3 Millionen Besucher zusammen Ausgaben in Höhe von rund 900 Millionen Reais (circa 294 Millionen Euro) hatten. Dies entspricht 692 Reais (circa 226 Euro) pro Person. Die Ausgaben lagen damit höher als ursprünglich von der Embratur erwartet.

Zur Fußball-WM im kommenden Jahr wird mit rund drei Millionen brasilianischen Touristen gerechnet, die in den zwölf Austragungsorten zusammen  rund 18,3 Milliarden Reais (rund sechs Milliarden Euro) aus ihren Taschen holen werden. Hinzu kommen die erwarteten 600.000 ausländischen Gäste. Dies wären doppelt soviel wir zur WM in Südafrika. Diese Touristen brächten zusammen rund 6,8 Milliarden Reais (rund 2,2 Milliarden Euro) ins Land. Insbesondere ausländische Fußballtouristen haben traditionell hohe Ausgaben, da sie oftmals mehr als nur zwei Wochen im Land der rund drei Wochen dauernden Weltmeisterschaft blieben. Demnach würden diese durchschnittlich 11.400 Reais (circa 3.700 Euro) pro WM im Austragungsland lassen.

Des Weiteren geht der Ökonom der Embratur, Leandro Garcia, davon aus, dass  São Paulo mit 595.000 Touristen mehr Menschen empfangen wird als Rio de Janeiro. Dies liege daran, dass der São Paulo den wesentlichen Verkehrsknotenpunkt darstellt. (ms)