Nur wenige lateinamerikansiche Länder erhielten gute Noten im aktuellen Korruptionsranking. /Copyright: WikiCommons: Transparency International
Nur wenige lateinamerikansiche Länder erhielten gute Noten im aktuellen Korruptionsranking. /Copyright: WikiCommons: Transparency International

Nur wenige lateinamerikansiche Länder erhielten gute Noten im aktuellen Korruptionsranking. /Copyright: WikiCommons: Transparency International

Beim internationalen Korruptions-Ranking, das am gestrigen Mittwoch (3.12.) durch die Organisation Transparency International vorgestellt wurde, stieg Brasilien drei Plätze in der Gesamtwertung nach oben. Dies ist jedoch kaum eigenen Anstrengungen, sondern vielmehr dem Abrutschen anderer Länder zu verdanken. Schließlich legte Brasilien nur um einen Prozentpunkt auf der Werteskala zu, wie die Zeitung Estado de São Paulo (3.12.) berichtet.

In dem Ranking von 175 Ländern stieg Brasilien vom 72. auf den 69. Listenplatz. „Brasilien stagniert und das ist keine gute Nachricht“, fasste Alejandro Salas, der Leiter von Transparency International für Lateinamerika, zusammen. „Wenn es keine Veränderung [im Ranking] gibt, heißt das, dass die Welt weiterhin den Eindruck hat, dass Brasilien ein Problem mit Korruption hat“, so Salas weiter. Im Fall von Brasilien bedeute dies, dass öffentlicher Gelder entwendet würden.

Laut Salas habe der aktuelle Korruptionsskandal um die halbstaatliche Erdölgesellschaft Petrobrás maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis. Der Skandal zeige, wie die Politik und die ökonomische Elite zusammen öffentliche Mittel abschöpften, so Salas.

Das Ranking bemisst, wie jedes Land durch die internationale Gemeinschaft eingeschätzt wird und zieht dazu verschiedene Perspektiven heran. Auch die Transparenz der Regierungsarbeit werde bewertet. Brasilien verbesserte sich in diesem Jahr von 42 auf 43 von 100 Punkten und ist damit gleichauf mit Bulgarien, Griechenland und Italien. Je näher die vergebene Punktzahl an der 100 ist, als desto weniger korrupt gelten die wirtschaftlich-administrativen Beziehungen in einem Land. (ms)