Brasilianische Krankenhäuser werden künftig verstärkt unter die Lupe genommen / Copyright: Agência Brasil
Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Studie zur Transparenz der weltweiten Regierungen geben / Copyright: Agência Brasil

Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Studie zur Transparenz der weltweiten Regierungen geben / Copyright: Agência Brasil

Brasilien nimmt im Ranking transparenter Staaten eine zufriedenstellende Position ein. Dies beweist der Index „Offener Haushalt 2012″, der auf einer Studie des Unternehmens International Budget Partnership (kurz: IBP), des Instituts für sozio-ökonomische Studien (Instituto de Estudos Socioeconômicos, kurz: Inesc) und des Brasilianischen Instituts für soziale und wirtschaftliche Analysen (Instituto Brasileiro de Análises Sociais e Econômicas, kurz: Ibase) beruht.

Im Rahmen der Studie müssen unabhängige Experten jedes Landes rund 125 Fragen beantworten. Deren Antworten anschließend in Absprache mit den jeweiligen Regierungen eingereicht werden.

Von hundert untersuchten Ländern konnten 77 nicht einmal die Basiskriterien für eine transparente Haushaltsführung erfüllen. Brasilien nahm Platz zwölf des Rankings ein. Zum ersten Mal konnte das Land damit in die Liste der transparentesten Länder aufsteigen, zu denen unter anderem Norwegen, Schweden, Neuseeland und Frankreich gehören. Zwischen 2006 und 2012 hatte es bereits vier Erhebungen gegeben, bei denen das Erreichen dieser Liste für Brasilien unmöglich war.

Der politische Berater der Inesc, Lucídio Bicalho, betonte, dass Brasilien mit seinen 73 von 100 erreichbaren Punkten deutlich über dem weltweiten Durchschnitt liege, dass es aber immer noch eine Menge zu tun gebe, um aus der brasilianischen Regierung eine vollkommen transparente zu machen. Alle Regierungsfonds und auch die Nationalbank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES) müssten laut Bicalho ihre Konten offen legen. Er schlug deshalb vor, noch mehr Transparenz durch den Kongress in einem Gesetz zu verankern. (sg)